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RENO Worldcup Sylt - Leon Jamaer im Interview

Leon Jamaer gehört zu den jungen Wilden in der Welle. Beim Worldcup auf Sylt wird er versuchen sein unbestrittenes Talent für zählbare Ergebnisse zu nutzen. Wir sprachen mit dem 21 jährigen Kieler über die Schwierigkeiten einen guten Heat beim Worldcup zu fahren und holten uns von dem Sylt-Kenner einige Tipps für einen gelungenen Besuch beim Worldcup.

Leon, du bist vergangene Woche beim Worldcup in Klitmöller in der ersten Runde ausgeschieden. Woran hat es gelegen?
Ich habe einige Fehler in meinen Heats gemacht und vieles lief nicht so, wie ich es mir ausgemalt habe. Häufig fehlten mir nur wenige Punkte, die ich locker hätte einfahren können, wenn ich taktisch schlauer gefahren wäre.

Kannst du das genauer erläutern? ?
Im Heat versuche ich die besten Manöver zu zeigen, die ich kann. Auch wenn die Bedingungen diese kaum zulassen. Da muss man teilweise einfach ein Gang runter schalten und drauf achten, dass dein Scoresheet nach 12 Minuten überhaupt voll ist.
Im Heat gegen Peter Volwater hatte ich zum Beispiel zu Beginn einen Mini Backloop. Ich hätte niemals gedacht, dass er am Ende in die Wertung eingeht, also legte ich mit dem laut Kommentator „höchsten Backloop des Tages“ nach. Für diesen gab es übrigens genau einen Punkt mehr, als für die drei Meter Variante! Am Ende fehlte mir dann ein zweiter unterschiedlicher Sprung. Ein einfacher Frontloop hätte zum Sieg gereicht.

RENO Worldcup Sylt - Leon Jamaer im Interview
RENO Worldcup Sylt - Leon Jamaer im Interview

Einen Heat richtig fahren ist schwieriger als nur zum Spaß zu surfen?
Deutlich! Einen Heat richtig managen ist viel schwieriger, als es von außen aussieht. Du musst so viele Dinge beachten. Das Timing, deine Position in der Wettkampf-Area, die Auswahl der richtigen Moves usw. Wenn du so Surfen gehst, kannst du machen was du willst. Siehst du 150 Meter in Lee eine gute Rampe bretterst du einfach hin. Das kann im Heat schon tötlich sein, weil du in der kurzen Zeit die Höhe nicht wieder kriegst.
Als wir uns nach der Single den Live Stream angeguckt haben meinte Tilo Eber zu mir: „Mach es doch wie die Anderen. Fahr aufrechte Button Turns und täusche die Cutbacks nur vorsichtig an, das lieben die Judges!“ So ähnlich hab ich es dann in der Double Elimination probiert und damit auch gleich die Wellen Wertung gewonnen.

Das bedeutet für deine Zielsetzung für Sylt?
Ich nehme mir keine Platzierung vor. Ich will vernünftige Heats fahren, in denen ich keine entscheidenden Fehler mache. Der Rest wird sich dann hoffentlich von selbst ergeben.

Leon, du kennst die Insel Sylt gut. Du arbeitest dort jeden Sommer für einige Wochen in einer Surfschule. Hast du ein paar gute Tipps für Besucher der Insel?
Na klar. Allen, die noch nicht Surfen können, gebe ich den Rat sich sofort für einen Surfkurs im nächsten Sommer bei Sylt Sportiv in Munkmarsch anzumelden. Da werde ich dann der Personal-Trainer sein.


RENO Worldcup Sylt - Leon Jamaer im Interview

Das ist ein guter Tipp! Und wo kann man gut Essen und anschließend abends noch hin?
Zum Essen kann ich die Sansibar empfehlen. Da man ein Tisch zur Abendstunde normalerweise mindestens ein Jahr im vorraus reservieren muss (kein Scherz!), macht es Sinn ab ca 22 Uhr aufzuschlagen. Dann bekommt man immer was. Der Spaß kostet zwar inklusive Vor- und Nachspeise 30-50€ aber das Essen ist übertrieben lecker!
Was Partys angeht stellt sich beim Worldcup die Frage kaum, wo was los ist. Im großen Party-Zelt direkt am Worldcup-Strand in Westerland geht es jeden Abend ab! Und zur Afterhour kann man später gut ins American. Es gibt auch noch zwei neue Clubs die gut sind, das Prime und Cube. Die beiden Läden sollten auch einen Besuch wert sein. Wer dann noch alleine unterwegs ist sollte nach einem kurzen Stopp an der Sparkasse vielleicht noch ein Abstecher ins Z1 wagen.

Leon, wir danken dir für das Gespräch und wünschen viel Erfolg auf Sylt.












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