WINDSURFERS HOME
WINDSURFERS auf Facebook WINDSURFERS auf Twitter WINDSURFERS auf Google+
 

Wintersurfen - nur für Verrückte?

Windsurfen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist mit gutem Neo und entsprechender Vorbereitung durchaus möglich. Tilo Eber sagt wie und gibt Tipps, die warm machen.

Es ist schwer zu glauben, dass nicht gewisse masochistische Züge im Spiel sind, wenn sich Windsurfer bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in einen dicken Ganzkörpergummi zwängen, um im gerade noch nicht gefrorenen Wasser zu planschen. Doch die Gemeinde der Wintersurfer wächst stetig. Erklärungsversuche für ein seltsames Hobby liefert jemand, der es wissen muss: Tilo Eber ist gerade zurück aus dem warmen Südafrika und schon wieder unterwegs auf heimischen Gewässern.

"Wintersurfen ist eine komische Sucht. Jedes Jahr im November sage ich mir, dass ich dieses Jahr nicht unter 5 Grad rausgehe, aber schon nach einer Woche Winter halte ich das einfach nicht durch. Immerhin sind die Spots im Winter schön leer, die Parkplätze kosten nichts und es herrscht eine ganz besondere, ruhige Atmosphäre auf dem Wasser. Mich macht Wintersurfen immer wieder glücklich, und wenn man ein paar Tipps beachtet, ist es längst nicht so kalt auf dem Wasser, wie den Zuschauern an Land"

Hier jetzt also die versprochenen Tipps, wie ihr guten Gewissens auch bei Temperaturen unter 10 ° C oder gar um den Gefrierpunk aufs Wasser kommt.

Wintersurfen - nur für Verrückte?
Wintersurfen - nur für Verrückte?

Neoprenanzug:
Grundsätzlich gilt: viel hilft viel. Wenn es wirklich eisig kalt ist, sollte es daher mindestes ein 5/3er Neoprenanzug sein (d.h. 5mm im Rumpfbereich, 3mm an den Extremitäten). Dickeres Neopren ist natürlich nicht verkehrt, jedoch werden 6mm starke Anzüge fast ausschließlich von Wellereitherstellern angeboten und daher aus Gründen der Haltbarkeit (ständige Reibung mit dem Board durch das Paddeln in Bauchlage) nur mit kaschierter Oberfläche erhältlich sind. Der Wärmegewinn des zusätzlichen Millimeters wird dadurch im Vergleich zu einem Glatthaut-Gummi wieder annähernd neutralisiert, da die ständig nasse Oberfläche des kaschierten Materials einen deutlich stärkerer Auskühlungseffekt zur Folge hat, als ein Glatthaut-Neopren, bei dem Wasser sofort abperlt. Das Argument der besseren Haltbarkeit bei kaschierten Neo's im Vergleich zum Glatthaut ist zwar generell richtig, tritt bei einem Neoprenanzug für die kalten Tage jedoch kaum zum Tragen. Denn wer seinen Winterneo nur in der schwachen Wintersonne benutzt, wird nicht das Problem haben, dass starkes UV-Licht die Weichmacher aus dem Neopren zieht, wodurch dieser porrös und brüchig wird. Man sollte sich also überlegen, ob die Investition in einen günstigeren und belastungsfähigeren kaschierten Neoprenanzug für die Übergangsjahreszeit am Ende nicht billiger kommt, als im Ein- bis Zweijahrestakt einen teuren Winterneo zu kaufen.


Wintersurfen - nur für Verrückte?

Besonderes Gewicht kommt bei einem Winterneo der optimalen Passform zu. Sitzt die Gummi-pelle wie eine zweite Haut, ist sie wärmer als jede noch so teure, aber nicht perfekt passende High-Tech-Variante. Zu eng sollte der Anzug dennoch besonders an zwei (bei Männern an drei) Stellen nicht sein: zwickt der Neo an den Unterarme, ermüdet die Muskulatur dort sehr schnell, was längerem Surfspaß genauso im Wege steht, wie eine zu enge Halsmanschette.

Die Frage, ob konventioneller Neo oder Trockenanzug, ist Geschmackssache, denn adäquate Wärme bieten beide Varianten. Die inzwischen von fast allen Herstellern angebotenen Trockenanzügen (z.B. NPX Luzifer, ION Fuse etc.) bieten den Vorteil, dass man in kuscheliger Skiunterwäsche einsteigen kann und (hoffentlich) kein bisschen nass wird. Erfahrungsgemäß müssen dafür jedoch die Manschetten an Hals, Füßen und Händen erstens intakt, und zweitens sehr eng sein, was den Einstieg etwas erschwert. Auch wenn der Trockenanzug selbst wirklich 100% dicht sein sollte, entsteht nach längeren Sessions ein leicht unangenehmes Gefühl durch die Feuchtigkeit, die über die Haut austritt (was passiert, auch wenn man nicht bewusst schwitzt).











SPECIALS


kurz & kräftig: 47 Knoten - Was war da denn los?

kurz & kräftig

47 Knoten - Was war da denn los?

Über die Nacht von Freitag auf Samstag änderte sich die Vorhersage s ...
Wie findet man den Mega-Sturm?: Storm Chase Chef-Meteorologe im Interview

Wie findet man den Mega-Sturm?

Storm Chase Chef-Meteorologe im Interview

Der wohl spektakulärste Windsurf-Event der W ...
Kein Sturm: Red Bull Storm Chase verschoben

Kein Sturm

Red Bull Storm Chase verschoben

Kein Sturm, keine Wellen und somit keine Action. Aber auch kein Grund zur Pan ...

MORE SPECIALS


Na sicher!: Diese Versicherungsmöglichkeiten haben Windsurfer

Na sicher!

Diese Versicherungsmöglichkeiten haben Windsurfer

Diebstahl, Materialbruch, Verletzungen – die Liste an Risiken ist lang. Doch wie bereitet man sich auf mögliche Horrorszenarien vor? ...
[5x10sec] x 2: Gunnar Asmussen ist German Speedking 2016

[5x10sec] x 2

Gunnar Asmussen ist German Speedking 2016

Rekordteilnehmerzahlen, Rekordgeschwindigkeiten: Gunnar Assmussen triumphiert mit 92km/h. ...
Die Aussie-Show: Traumbilder aus Australien

Die Aussie-Show

Traumbilder aus Australien

Die Local-Heroes Jaeger Stone und Steve Allen dominieren den Lancelin Ocean Classic 2017. Lina Erpenstein landet auf dem Podium, Gunnar Asmussen hat Pech. ...
Die Zukunft des Sports?: R(e)volution Foil-Windsurfen

Die Zukunft des Sports?

R(e)volution Foil-Windsurfen

Entwicklung, Kosten, Unterschiede und Technik-Tipps – wir stellen die neue Trend-Disziplin vor. ...
Cold Hawaii im Winter: Härter wird's nirgends!

Cold Hawaii im Winter

Härter wird's nirgends!

Der Hamburger Klaas Voget präsentiert uns atemberaubende Bilder von einem eiskalten und extrem stürmischen Weihnachtstag. ...
Von Sylt-Wahnsinn und Weihnachtssturm: WINDSURFERS Jahresrückblick Teil 2

Von Sylt-Wahnsinn und Weihnachtssturm

WINDSURFERS Jahresrückblick Teil 2

Orkantief Barbara beendet 2016 mit einem Knall – davon hatte die zweite Jahreshälfte übrigens so einige. ...
Ein stürmisches Jahr: WINDSURFERS Jahresrückblick Teil 1

Ein stürmisches Jahr

WINDSURFERS Jahresrückblick Teil 1

Die vergangenen 12 Monate hatten es in sich – auch auf dem Wasser. WINDSURFERS blickt zurück. ...
Sharkbanz verspricht Schutz vor Haiangriffen: Hokuspokus oder Wissenschaft?

Sharkbanz verspricht Schutz vor Haiangriffen

Hokuspokus oder Wissenschaft?

Das Risiko von einem Hai angegriffen zu werden ist gering – die Angst davor jedoch ein sensibles Thema. WINDSURFERS probierte Sharkbanz in den Wellen ...
boot Düsseldorf 2017: Erstmalig mit stehender Welle

boot Düsseldorf 2017

Erstmalig mit stehender Welle

Die größte Informations- und Shopping-Messe für Windsurfer wird Anfang 2017 alles Bisherige in den Schatten stellen – so ist kommendes Jahr Wave-Action ...
Schöne Bescherung in DK: Advent, Advent, die Nordsee brennt

Schöne Bescherung in DK

Advent, Advent, die Nordsee brennt

Sahne-Bedingungen in Hanstholm. Leon Jamaer und Max Droege erleben ein außergewöhnliches Adventswochenende. ...
Absurde Tierschutzmaßnahme: Windsurfen verboten, Segeln erlaubt

Absurde Tierschutzmaßnahme

Windsurfen verboten, Segeln erlaubt

An dem letzten citynahen und somit bedeutendsten Hamburger Surfspot ist jegliche Form des Brettsports ab sofort untersagt. Norddeutsche Wassersportvereine u ...
Die Siegerfotos und Gewinner: Windsurfers Fotowettbewerb powered by Panasonic

Die Siegerfotos und Gewinner

Windsurfers Fotowettbewerb powered by Panasonic

Die Gewinner unseres Panasonic-Fotowettbewerbs zum PWA Mercedes-Benz World Cup auf Sylt stehen fest. Hier seht ihr die besten Bilder und erfahrt, ob ...
RBSC 2017: 1 Sturm, eine Mission und 8 Fahrer!

RBSC 2017

1 Sturm, eine Mission und 8 Fahrer!

Das Beste: Jeder sturmerprobte Windsurfer kann sich für die Teilnahme bewerben. ...
LUMIX G81: Neue Systemkamera perfekt für Wassersportler

LUMIX G81

Neue Systemkamera perfekt für Wassersportler

Die neue Panasonic LUMIX G81 bietet alles, was Fotografen für gute Windsurf-Fotos benötigen. ...