Ist das nicht der Gleiche wie im letzten Jahr?ì Von wegen! Die aktuellen ÑPocket Wavesì - die kompakte Wave Linie von Tabou neben den eher traditionellen ÑDa Curveì Shapes - hat im Vergleich zum Vorjahr eine Vielzahl kleiner Änderungen erfahren. Offensichtlichste Änderung: Das Squashtail musste einem runden Pintail weichen. Insgesamt ist die Outline etwas gestreckt, das V im Heck weniger geworden. Ganz im Gegenteil zum Tail- und Nose-Rocker, die beide zugelegt haben.
Auf dem Wasser:
Das Board ist sehr kurz und hat viel Rocker ñ man merkt sofort, dass man auf einem kleinen Shape steht. So braucht es etwas Wind zum Angleiten. Es funktioniert am besten mit 5,0er und kleineren Segeln. Somit ist es eindeutig kleiner als sein Vorgänger. Im unteren Windbereich langsam am Wind und immer mit leichter Tendenz zum Anluven, verwandelt es sich ordentlich angepowered zu einem schnellen , kompakten, gut zu kontrollierenden Funboard für die Welle. Es dreht auf den Punkt und liegt, durch die kompakte Outline und den großen Rocker, sehr frei auf dem Wasser. Doch das recht große V im Heck gibt dem Shape genug Griff um ñ ordentlich Wind vorausgesetzt ñ schnell am Wind zu sein und dabei auch leicht zum Abspringen zu bewegen zu sein. Halsen lässt es sich sehr leicht auch in extrem engen Radien. Schwieriger wird es dagegen eine gute Halse auf der Welle zu drehen, da braucht es Gefühl und gute Technik um auf dem Brett zu bleiben. Die Kontrolle ist sehr gut, auch wenn es manchmal leicht mit dem Bug in kurzen Wellen aufschlägt. Solange es mit Speed in den Wellenritt geht hat das Tabou jede Welle in der Tasche: Ob bei auflandigen Bedingungen, in denen es kurze Haken schlägt bis einem schwindlig wird, oder in großen Wellen, auf denen es locker und frei bleibt ohne unruhig zu werden und sehr kompakt unter den Füßen liegt.
Ausstattung:
Sehr eigenes Zubehör, wie schon beim Vorgänger ist die 20 Zentimeter Finne sehr klein ausgefallen mit einer 22 Finne hatten wir mehr vom Board. Das gleiche gilt für die Schlaufen, die fast alle Tester zu schwammig und als zu eng empfanden. Mit anderen Schlaufen stieg die Beliebtheit des Tabou deutlich. Der hintere Pad ist sehr dick und dämpft sehr gut, ist allerdings durch die dicken Hügel an der Ferse recht flach.
Beliebtheit:
Sobald Segel unter 5.0er eingesetzt werden konnten war das Board aufgerüstet mit anderen Schlaufen und einer etwas größeren Finne nie lange am Strand.
Fazit:
Das 72er Pocket Wave ist extrem kompakt und perfekt für alle die auf der Suche sind nach einem drehfreudigen, sehr freien Waveboard. Für leichte Fahrer (60-70 kg) funktioniert es als einziges Board. Für einen so wendigen und kompakten Shape hat es viel Kontrolle und lässt sich gut springen. Schwerere Fahrer können es als kleineres von zwei Boards gut einsetzten. Zwar hat das aktuelle Pocket Wave einen etwas geringeren Windbereich als sein Vorgänger, dafür ist es in der Welle und in Bump und Jump Bedingungen bei ordentlichem Wind deutlich besser geworden.
Preis:
1499,- EUR in der Team Edition (wie getestet) mit 20cm G10 Finne. 1399,- EUR in normaler Bauweise.