Défi Wind 2022: Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi

Défi Wind 2022Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi

Das spektakuläre Windsurf Massenstartrennen geht im südfranzösischen Gruissan mit einem windstillen Sommertag am Sonntag zu Ende. Den einen oder anderen, der nach fünf Rennen fast 200 Kilometer Racing auf dem Buckel hatte, wird es recht gewesen sein. Delphine Cousin Questel und Nicolas Goyard können den Event für sich entscheiden.

von Sven Block
Einige kamen, um alle Rennen zu absolvieren, einige kamen, um die Distanz mindestens einmal zu beenden, und einige andere surften zum ersten Mal überhaupt bei derart kräftigen Offshore-Winden von bis zu 40 Knoten. Für andere war das einzige Ziel, die Freunde, den Vater oder die eigene Tochter zu schlagen. Bei einem Rennen mit einem so großen Teilnehmerfeld zu starten, ist für viele Windsurferinnen und Windsurfer ein Muss auf der Bucket List, genauso lohnend wie eine Reise nach Maui. „Unterhaltsam, hart, verrückt und fesselnd“, fasst Liam Dunkerbeck seine erste Teilnahme beim Défi zusammen. Für die zahlreichen Slalomfahrerinnen und -fahrer der PWA, die beim Event teilnahmen, waren die Ambitionen deutlich ehrgeiziger. Ein Sieg bei dem berüchtigten Langdistanzrennen ist schon lange ein ernsthaftes Ziel und eine hohe Auszeichnung für die Rennkarriere.
Défi Wind 2022: Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi
Défi Wind 2022: Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi
Défi Wind 2022: Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi
Auch bei der zwanzigsten Ausgabe des Défi waren die Rennen wieder faszinierend und interessant. Zählte beim Rennen am ersten Tag bei über 35 Knoten für viele nur das nackte Überleben, zog der Routinier Antoine Albeau alle Register seines Könnens und setzte sich spektakulär in Führung. Taktisch klug variierte er am dritten Tag die Strategie und versuchte auf dem Foil Goyard Paroli zu bieten und reiht sich prompt als zweiter hinter ihm ein. Mit dem zweiten Platz nach Hause zu fahren, muss sich für ihn wie ein Sieg anfühlen. Antoine Questel hingegen fuhr bei allen Rennen mit Finnen und verteidigte so das klassische Slalom-Equipment. Durch seine konstante Leistung, bei denen er anderen PWA Fahrern, die aufs Foil gewechselt hatten, manchmal nur den Rücken zeigte, hat er sich den dritten Platz mehr als verdient.
Défi Wind 2022: Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi
Défi Wind 2022: Cousin Questel und Goyard gewinnen den Défi
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Und Nicolas Goyard? Goyard zeigt einmal mehr, dass er zurzeit das Maß aller Dinge ist. In vier Rennen erzielt er vier Siege und beendet den Défi mit einem Streichresultat mit einer makellosen Scorekarte. Das losgerissene Seegras machte es ihm am ersten Tag schwer, das Foil über den ganzen Parcour auf Kurs zu halten. Trotzdem fuhr er auf den 22. Platz und zeigte einmal mehr, dass der Einsatz des Foils für ihn kaum Grenzen kennt. Hinter Antoine Questel, reihen sich mit Nicolas Warembourg, Pierre Mortefon, Matteo Iachino, Jordy Vonk, Basil Jacquin, Johan Søe und Maciek Rutkowski Fahrer ein, die für Spitzenplätze bekannt sind. Johan Søes neunter Platz ist nicht wirklich überraschend. Der 19-jährige Däne zeigte schon im letzten Jahr eine beeindruckende Leistung beim Défi Wind Superstars. Dass er auch in diesem Jahr inmitten der PWA Slalomelite den Défi beendet, macht Hoffnung, ihn zukünftig ganz vorne bei den Worldcups mitfahren zu sehen.

Auch bei den Frauen lieferten sich die Top 3 Fahrerinnen einen unermüdlichen Kampf und tauschten immer wieder die Positionen von Rennen zu Rennen. Am Ende setzt sich Delphine Cousin Questel vor Justine Lemeteyer und Marion Mortefon durch. Wie bei Johan Søe macht das gute Abschneiden der erst 19-jährigen Nordfranzösin Justine Lemeteyer viel Hoffnung für künftige Erfolge auf der PWA Tour. Femke van der Veen und Helle Oppedal belegen Platz vier und fünf.

Défi Herren (nach fünf Rennen)
1. Nicolas Goyard
2. Antoine Albeau
3. Antoine Questel
4. Nicolas Warembourg
5. Pierre Mortefon
6. Matteo Iachino
7. Jordy Vonk
8. Basil Jacquin
9. Johan Søe
10. Maciek Rutkowski
...
12. Malte Reuscher

Défi Damen (nach fünf Rennen)
1. Delphine Cousin
2. Justine Lemeteyer
3. Marion Mortefon
4. Femke van der Veen
5. Helle Oppedal

Fotos: Jean Souville/Défi Wind, Jean Marc Cornu/Défi Wind

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