FPT Podersdorf 2026: Rundum gute Stimmung

FPT Podersdorf 2026Rundum gute Stimmung

Der FPT x Windy Days Event in Podersdorf verkörperte perfekt den Spirit, der sowohl hinter den Windy Days als auch hinter der Freestyle Pro Tour steht. Mit einer Tow-in-Session und ersten Eröffnungs-Heats der Pro-Flotte der Herren am Sonntag, findet der Traditions-Event in Österreich seinen Abschluss.

von Sven Block
Die Rückkehr der Freestyle Pro Tour nach Podersdorf bot fünf Tage voller Action, Gemeinschaftsgefühl und unvergesslicher Momente am Ufer des Neusiedler Sees. Auch wenn der Wind letztlich eine Wertung in der Pro-Flotte der Herren verhinderte, zeigte der Contest wieder eindrucksvoll, was das Freestyle-Windsurfen bei der Pro Tour so besonders macht: Weltmeister, Lokalmatadoren, ehrgeizige Nachwuchstalente und Wettkampfneulinge kamen an einem der traditionsreichsten Orte dieses Sports zusammen.

Eine der wichtigsten Neuerungen der Veranstaltung war die Einführung des „Open Fleet“-Formats. Diese neue Kategorie, die Fahrern aller Könnensstufen und Hintergründe die Möglichkeit bot, Wettkampfluft in einem professionellen Umfeld zu schnuppern, erwies sich auf Anhieb als Erfolg. Es wurden vier Startplätze für die Pro-Runde vergeben, was Locals und Newcomern einen direkten Weg eröffnete, sich mit den Besten der Welt zu messen. In einem hart umkämpften Duell zweier Rückkehrer setzte sich Max Matissek knapp gegen Max Brinnich durch und gewann mit einem Vorsprung von etwas mehr als einem Punkt. Neben den Finalisten sicherten sich Michi Czech und Johannes Kratky die beiden verbliebenen Qualifikationsplätze für die Pro-Flotte - ein voller Erfolg für die Lokalmatadoren aus Podersdorf.

Auch die Damenkonkurrenz wurde abgeschlossen: Lisa Kloster zeigte während des gesamten Wettbewerbs eine herausragende Leistung und gewann auf ihrem Weg zum Gesamtsieg jeden einzelnen Lauf mit mehr als sieben Punkten Vorsprung. Živa Batis sicherte sich den zweiten Platz, nachdem sie sich in einem der knappsten Läufe der Veranstaltung gegen Melina Schütt durchgesetzt hatte. Auch Bijou Shahmirian glänzte in ihren Läufen; sie gewann mehrere hart umkämpfte Heat und bewies erneut, dass sie sich zu einer der Top-Athletinnen im Damenfeld entwickelt.
FPT Podersdorf 2026: Rundum gute Stimmung
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Da der Wind am vierten Tag nicht mitspielte, verlagerte sich das Geschehen zurück auf das Tow-in. Während die Abendsonne über dem Neusiedler See unterging, begaben sich die Rider für eine spektakuläre „Expression Session bei traumhaftem Abendlicht aufs Wasser. Kiril Kirilov setzte seine Entwicklung fort und stand nach mehrtägigem Training saubere Culos, während Cosmo Pezetti mit einer Reihe stylischer One-Handed Burner beeindruckte.

Die größte Überraschung der Session war aber Arne Jörn. Der deutsche Freestyler, der vor seiner Ankunft in Podersdorf erst ein einziges Mal Tow-in ausprobiert hatte, machte im Laufe der Woche erstaunliche Fortschritte. Nachdem er zu Beginn des Tages noch einzelne Moves gezeigt hatte, gewann er schnell an Sicherheit und landete gegen Ende der Session souverän Kombinations-Moves - darunter Air Funnel Burner und Triple Funnels -, die auch in einem regulären Wettkampf hoch bewertet worden wären.

Wie immer entwickelte sich der Tow-in-Wettbewerb schließlich zu einer Bühne für die ganz großen Namen der Disziplin. Lennart Neubauer und Yentel Caers verschoben erneut die Grenzen des Machbaren; sie ließen sich von der Energie des jeweils anderen anspornen und steigerten kontinuierlich den Schwierigkeitsgrad ihrer Runs. Den Höhepunkt der Session bildete Neubauer, der als Erster überhaupt einen Double Air Funnel Burner landete - als ihm der Trick perfekt gelang, tobte das Publikum. Vor allem aber spiegelte die Session die Atmosphäre wider, die die gesamte Woche geprägt hatte: Die Fahrer feuerten sich gegenseitig an, und die sportliche Weiterentwicklung schritt in unglaublichem Tempo fort.
FPT Podersdorf 2026: Rundum gute Stimmung
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Der letzte Tag gestern der Veranstaltung bot der Men's Pro Fleet noch die Gelegenheit, ein Ergebnis zu erzielen. Auf das frühe Skippers' Meeting um 7:00 Uhr folgte unmittelbar der Wettkampf, bei dem die Fahrer versuchten, das Beste aus den grenzwertigen Bedingungen herauszuholen. Bei einem konstanten Wind von etwa 10 bis 12 Knoten und Böen, die gelegentlich 15 Knoten erreichten, waren die Teilnehmer gezwungen, ihr größtes Material zu nutzen, und hatten alle Hände voll zu tun, ihre Heats überhaupt zu Ende zu bringen.

Die schwierigen Bedingungen sorgten für reichlich Dramatik. Das Duell zwischen Arne Jörn und Manolis Chrysopoulos musste sage und schreibe achtmal neu gestartet werden, da der Wind immer wieder nachließ. Trotz dieser Herausforderungen zeigte Takumi Moriya eine der besten Leistungen der gesamten Veranstaltung: Gegen Max Matissek erzielte er eine Heat-Punktzahl von fast 30 Zählern - eine angesichts der Bedingungen geradezu unglaubliche Leistung.

Bei den Damen sicherte sich Lisa Kloster den Sieg nach einer souveränen Leistung im Single-Elimination-Format, während die „Pro Men's Fleet“ ihre erste Runde erfolgreich absolvierte, bevor der Wind schließlich verhinderte, dass auch hier ein Podium für die Single Elimination ermittelt werden konnte. Auch wenn die Bedingungen den weltbesten Fahrern verwehrten, den Kampf um den obersten Platz auf dem Treppchen auszutragen, bot die Veranstaltung dennoch packende Wettkämpfe sowie jede Menge Action - sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Von Teilnehmern, die bei ihren ersten Heats Erfahrungen sammelten, bis hin zu Weltmeistern, die die Grenzen des Tow-in-Freestyles ausloteten - die Veranstaltung brachte die Freestyle-Community an einem Ort zusammen und sorgte die ganze Woche über für eine besondere Atmosphäre.

Ergebnis FPT x Windy Days Podersdorf Men's Open Fleet


1. Max Matissek
2. Max Brinnich
3. Michael Czech

Ergebnis FPT x Windy Days Podersdorf Single Elimination Damen


1. Lisa Kloster
2. Živa Batis
3. Bijou Shahmirian

Fotos: © Freestyle Pro Tour/Stefan Scheitl und Pathum de Silva

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