FPT Tour 2026: Resümee zum Open-Fleet-Format

FPT Tour 2026Resümee zum Open-Fleet-Format

Die Einführung des Open-Fleet-Formats bei der Veranstaltung in Podersdorf markierte für die Freestyle Pro Tour einen Schritt in eine neue Richtung. Obwohl dieses Konzept bereits seit Längerem diskutiert wurde, bot Österreich die perfekte Gelegenheit, es erstmals in die Praxis umzusetzen - und die Resonanz war überwältigend.

von Sven Block
Anstatt Änderungen für die bereits in der Pro-Flotte startenden Fahrer vorzunehmen, erweitert das Open-Fleet-Format die Veranstaltungsstruktur bei der Pro Tour: Sie schafft zusätzliche Möglichkeiten für Newcomer, Lokalmatadoren und ehemalige Pros und ebnet den direkten Weg in den Hauptwettbewerb.

„Uns war aufgefallen, dass viele Neueinsteiger zögerten, da das bisherige System faktisch auf die Durchführung von Double-Elimination-Runden angewiesen war, damit sie überhaupt eine Chance hatten, sich im Teilnehmerfeld nach vorne zu arbeiten“, erklärt FPT-Tourchef Adam Sims. „Für diese Fahrer stellte sich oft die Frage, ob der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht. Gleichzeitig treffen wir überall auf lokale Größen, die ihre Karriere eigentlich schon beendet haben, aber nach wie vor leidenschaftlich und auf extrem hohem Niveau surfen - sich jedoch scheuen, an Wettkämpfen teilzunehmen. Wir wollten ein Format finden, das für diese Surfer entspannter und einladender wirkt, ohne dabei den Anspruch an das aktuelle Spitzenniveau zu schmälern.“
FPT Tour 2026: Resümee zum Open-Fleet-Format
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Für weniger erfahrene Fahrer bietet das Format wertvolle Wettkampfpraxis, ohne dass sie sich sofort mit den Besten der Welt messen müssen. Lokalmatadoren und ehemaligen Teilnehmer an der Pro Tour eröffnet es die Chance, wieder aktiv zu werden, um einen Podiumsplatz zu kämpfen und die Event-Atmosphäre zu genießen - ganz ohne den Druck einer kompletten Profisaison.

„Was wir nicht unbedingt erwartet hatten, war das hohe Leistungsniveau in der Open Fleet. Viele der spannenden Duelle und knappen Heats, die man sonst eher aus späteren Wettbewerbsphasen kennt, waren bereits in der Anfangsphase der Veranstaltung zu beobachten. Die Fahrer kämpften von ihrem ersten Heat an um etwas Bedeutendes und sorgten so für genau die Spannung, die mit diesem Format beabsichtigt war - ähnlich der packenden Action, wie man sie oft in der Double Elimination bei Wettkämpfen erlebt“, resümmiert Adam Sims.
FPT Tour 2026: Resümee zum Open-Fleet-Format
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Für den leitenden Kampfrichter Flo Ragossnig war die anhaltend positive Resonanz eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass sich das Format in die richtige Richtung entwickelt. „Insgesamt war es eine wirklich gelungene Ergänzung. Wir haben sehr positives Feedback von den Fahrern erhalten, die in Podersdorf angetreten sind, aber auch von Fahrern, die nicht am Event teilgenommen haben, sich aber für künftige Wettbewerbe interessieren.“

„Viele Fahrer wollen Wettkampfluft schnuppern, haben aber nicht unbedingt Lust darauf, ihren allerersten Heat direkt gegen die weltbesten Fahrer zu bestreiten,“ ergänzt Flo Ragossnig. Die „Open Fleet“ bietet Wettkampfeinsteigern die Möglichkeit, mitzumachen, Erfahrungen zu sammeln und sich gegebenenfalls für die Pro-Flotte zu qualifizieren.

Natürlich hängt der Erfolg der Open Fleet von der lokalen Szene und der Anzahl der teilnehmenden Fahrer ab. Doch nach der Premiere in Österreich sind die Vorzeichen vielversprechend. Vor allem aber hat sie genau das erreicht, wofür sie ins Leben gerufen wurde: mehr Menschen für den Wettkampf zu begeistern und eine Brücke zwischen dem Freestyle-Breitensport und dem Profi-Niveau zu schaffen.

Nach dem erfolgreichen ersten Test in Podersdorf stehen die Chancen gut, dass die Open Fleet zu einem festen Bestandteil künftiger Veranstaltungen der Freestyle Pro Tour wird.

Fotos: © Freestyle Pro Tour/Stefan Scheitl und Pathum de Silva

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