GWA World Cup Fuerteventura 2026: Surf-Freestyle-Champions gekürt

GWA World Cup Fuerteventura 2026Surf-Freestyle-Champions gekürt

Ein dramatischer Finaltag auf Fuerteventura brachte die Entscheidung bei der Surf-Freestyle-Weltmeisterschaft 2026. Bei den Damen hatte sich Nia Suardíaz einen uneinholbaren Vorsprung erarbeitet, bei den Herren hingegen stand noch alles auf dem Spiel.

von Sven Block
Auch die GWA kehrt an die legendären Strände von Sotavento auf Fuerteventura zurück und in diesem Jahr stand besonders viel auf dem Spiel, denn es ging um den Weltmeistertitel. Bei den Damen war die Entscheidung bereits gefallen. Nia Suardíaz hatte sich einen uneinholbaren Vorsprung erarbeitet und vorzeitig den Titel gesichert. Bei den Herren hingegen war noch alles offen. Der Wettbewerb war hart umkämpft und Fuerteventura wurde zum Schauplatz eines spannenden Duells. 26 Herren und 17 Damen traten an, bereit, alles zu geben, um ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Entscheidung Herren


Am ersten Wettkampftag setzten sich die üblichen Verdächtigen in den ersten Runden durch. Der typische Sotavento-Wind wehte konstant mit 15 bis 20 Knoten, sodass alle frühen Runden absolviert werden konnten. Am zweiten Tag wurde es ernst, als die K.o.-Runden begannen.

Das Viertelfinale der Herren bot hohe Punktzahlen und spektakuläre Action: Benjamin Castenskiold, Chris Macdonald, Rocco Makana und Tom Acherer erzielten die besten Ergebnisse der Runde und kämpften hart um hohe Wertungen.

Die Halbfinals waren ebenso hart umkämpft, alle vier Athleten wollten unbedingt ins Finale einziehen und sich die Chance auf den Weltmeistertitel zu bewahren. Benjamin Castenskiold behauptete durchgehend eine souveräne Führung. Chris Macdonald lag zunächst auf dem zweiten Platz, bis Axel Gerard seinen Frontside 14 landete und ihm den Finalplatz streitig machte; damit schieden Chris MacDonald und Malo Guénolé nach einem unglaublich knappen Heat aus.
GWA World Cup Fuerteventura 2026: Surf-Freestyle-Champions gekürt
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Auch das zweite Halbfinale war an Spannung kaum zu überbieten, da die Athleten über weite Strecken fast gleichauf lagen. Luca Vuillermet landete einen beeindruckenden Frontside 14, übernahm die Führung und sicherte sich seinen Platz im Finale, gefolgt von Rocco Makana. Charlie Loch und Tom Acherer zogen den Kürzeren, womit nur noch Rocco Makana und Benjamin Castenskiold als Anwärter auf den Titel 2026 im Rennen waren.

Benjamin Castenskiold und Rocco Makana trafen im Finale auf Axel Gerard und Luca Vuillermet. Rocco Makana spürte den Druck früh und scheiterte bei seinen ersten fünf Trickversuchen. Währenddessen lagen Axel Gerard, Benjamin Castenskiold und Vuillermet punktemäßig während des gesamten Heats dicht beieinander. Als die Zeit ablief, hatte der Italiener seinen Rhythmus immer noch nicht gefunden und fiel so weit zurück, dass seine Titelchancen mehr und mehr schwanden. Benjamin Castenskiold verteidigte seine Führung bis zum Schluss und sicherte sich nicht nur den Sieg beim Event, sondern auch erneut den Weltmeistertitel im Surf-Freestyle. Luca Vuillermet katapultierte sich mit einem abschließenden Frontside 14 auf den zweiten Platz, während Axel Gerard Dritter wurde und Rocco Makana das Feld auf dem vierten Platz komplettierte.

Entscheidung Damen


Im Viertelfinale der Damen zeigte Viola Lippitsch erneut eine herausragende Leistung und erzielte die höchsten Punktzahlen der Runde, gefolgt von Enoha Laurent, Zoe Trudeau und Nia Suardíaz.

Im Halbfinale erwies sich die Österreicherin frisch nach ihrem Sieg auf Gran Canaria weiter als unaufhaltsam: Mit einer Gesamtpunktzahl von 22,03 sicherte sie sich den Einzug ins Finale. Ebenfalls weiter kam Sofia Ginzinger, die damit bereits in ihrer ersten Tour-Saison erneut den Sprung ins Finale schaffte. Zoe Trudeau dominierte ein spektakuläres zweites Halbfinale und löste mit einer beeindruckenden Gesamtpunktzahl von 24,57 ihr Ticket für das Finale, wo sie auf die Weltmeisterin Nia Suardíaz traf.
GWA World Cup Fuerteventura 2026: Surf-Freestyle-Champions gekürt
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Am Finaltag erreichte der Wettbewerb ein völlig neues Intensitätsniveau. Alle vier Athletinnen boten eine spektakuläre Show und hoben das Niveau im Surf-Freestyle auf ein bisher unerreichtes Level. Viola Lippitsch setzte sich an die Spitze, dicht gefolgt von Zoe Trudeau, die mit einem beeindruckenden Frontside 7 (9,8 Punkte) nur knapp dahinter lag. Nia Suardíaz und Sofia Ginzinger folgten mit etwas Abstand. Die Platzierungen blieben bis zu den letzten Trickversuchen unverändert - doch dann wendete sich das Blatt. Während Sofia Ginzinger, Nia Suardíaz und Viola Lippitsch bei ihren letzten Versuchen stürzten, begeisterte Zoe Trudeau das Publikum mit einem Palau Frontside 3. Die dafür erhaltenen 8,83 Punkte katapultierten sie auf den ersten Platz. Ein absolut verdienter Sieg für die erst 16-jährige Tour-Newcomerin nach einer herausragenden Leistung.

Damit endet die Surf-Freestyle-Saison mit vier ausgetragenen Events und einem Streichresultat. Das Leistungsniveau war das ganze Jahr über enorm hoch: Bei jeder Station präsentierten die Athleten neue Tricks und trieben die Entwicklung des Sports stetig voran. Nun verlagert sich der Fokus für die letzten Wettkampftage auf Fuerteventura auf die FreeFly-Slalom-Disziplin.

Ergebnis Surf-Freestyle Damen GWA World Cup Fuerteventura 2026


1. Zoe Trudeau (USA)
2. Viola Suardíaz (AUT)
3. Nia Suardiaz (ESP)
4. Sofia Ginzinger (ESP)

Ergebnis Surf-Freestyle Herren GWA World Cup Fuerteventura 2026


1. Benjamin Castenskiold (DEN)
2. Luca Vuillermet (USA)
3. Axel Gerard (FRA)
4. Rocco Makana (ITA)

Ergebnis GWA World Tour Surf-Freestyle Damen 2026


1. Nia Suardíaz (ESP)
2. Viola Lippitsch (AUT)
3. Sofia Ginzinger (ESP)

Ergebnis GWA World Tour Surf-Freestyle Herren 2026


1. Benjamin Castenskiold (DEN)
2. Tom Acherer (AUT)
3. Chris Macdonald (USA)

Fotos: GWA World Tour/Samuel Cárdenas

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