IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen

IDM im Speedsurfen Orth 2026Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen

Der Verein Deutscher Speedsurfer e.V. hatte zur Meisterschaft auf Fehmarn eingeladen. 50 Speed-Begeisterte fanden sich vom 29.08. bis 05.09.2026 in Orth auf Fehmarn ein - Teilnehmerrekord der letzten Jahre!

von Jens Pieper/Sven Block
Besonders die rege internationale Beteiligung versprach heiße Wettkämpfe um die Titel auf höchstem Niveau. Neben Anders Björkqvist aus Schweden nahmen auch die amtierende Weltmeisterin Jenna Gibson sowie Simon Pettifer aus England die weite Anreise auf sich, um den nationalen Champions Tatiana Dianova und Gunnar Asmussen die Meisterschaft nicht ohne veritablen Wettkampf zu überlassen. Zudem gab es erfreulichen Zuwachs besonders in der Damen- und Jugendklasse. Zur großen Freude aller konnte in diesem Jahr auch Manfred Fuchs, Urgestein des Speedsurfens, Entwickler der GPS-basierten Geschwindigkeitsmessungen im Speedsurfen und Timekeeper der Lüderitz Speed Challenge, wieder aktiv am Wettbewerb teilnehmen.

Bereits am Eröffnungstag fanden sich günstige Bedingungen ein. Bei etwa 20 Knoten aus Südwest konnte bereits um 13 Uhr das erste Rennen über 90 Minuten auf einem Kurs über 250 m in der Orther Westbucht gestartet werden.
IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen Foto: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper
IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen Foto: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper
IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen Foto: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper
Der nächste Tag brachte nach Durchzug einer Regenfront südwestliche Winde mit Böen bis knapp 30 Knoten, sodass zwischen 10 und 16 Uhr insgesamt drei Rennen über jeweils 60 bis 90 Minuten gestartet werden konnten. Am Ende des Tages konnten sich Jenna Gibson und Gunnar Asmussen klar an der Spitze der Wertung platzieren. Gunnar Asmussen setzte mit einem Topspeed über 38 Knoten und klaren Siegen in allen Rennen ein deutliches Zeichen, während sich Simon Pettifer, Manfred Krückeberg, Anders Björkqvist und Michael Brozio Kämpfe mit harten Bandagen um die nachfolgenden Podiumsplätze lieferten.

Die Vorhersage für Dienstag zeigte Aussicht auf Westwind über 20 Knoten, so dass aus Gründen der Kurslegung ein Wechsel des Renngeschehens in die Orther Ostbucht erforderlich wurde. Der Wind erreichte im Tagesverlauf zwar nicht vollständig die vorhergesagte Konstanz, dennoch konnte gegen Mittag eine weitere Wettfahrt über 90 Minuten erfolgreich durchgeführt werden, bevor eine wechselhafte Wetterentwicklung weitere Rennen verhinderte. Die Favoriten Jenna Gibson und Gunnar Asmussen konnten ihre Positionen an der Spitze der Wertungen festigen, während auf den nachfolgenden Rängen weiterhin um die entscheidenden Punkte gekämpft werden musste. Eine gute Windvorhersage für die letzten Wettkampftage machte weitere Rennen wahrscheinlich, so dass bis hierhin noch nichts entschieden war.
IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen Foto: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper
IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen Foto: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper
IDM im Speedsurfen Orth 2026: Teilnehmerrekord an fünf windigen Wettkampftagen Foto: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper
Der Donnerstag bot nach einem Ruhetag anfangs zwar noch nicht die erhofften Bedingungen, doch konnten gegen Mittag zwei weitere Rennen über 90 und 60 Minuten auf der Westbucht gefahren werden. Die vorhergesagten Windstärken wurden dabei nicht erreicht, sodass nicht zuletzt Materialwahl, Erfahrung und Geschick auf dem Kurs über den Erfolg entschieden. Mit nunmehr sieben wertungsfähigen Wettfahrten konnte ein weiteres Ergebnis gestrichen werden, was erneute Spannung und Chancen im Kampf um die Podiumsplätze bedeutete. Gunnar Asmussen konnte aufgrund eines technischen Defekts zwar keine auswertungsfähigen Daten für diesen Wettkampftag einbringen, durch die bis dahin erzielten klaren Siege blieb seine Erstplatzierung ungefährdet. Ein fünfter Meistertitel in Folge rückte für den Flensburger in greifbare Nähe.

Mit einiger Spannung und Hoffnung auf ein fulminantes Finale begann nachdem am Freitag der Wind ausblieb der letzte Veranstaltungstag. Nach einem deutlichen Abflauen des Windes am Samstagmorgen und Drehen auf Südwest konnte bei vorübergehender Stabilisierung gegen 11 Uhr gestartet werden, jedoch bei deutlich milderen Bedingungen als vorhergesagt. Bereits zum Ende der 90-minütigen Wettfahrt zogen dunkle Wolkenfelder auf, schließlich musste bei starkem Niederschlag und aufziehenden Gewittern mit unwetterartigen Böen der Rennbetrieb nach insgesamt acht wertungsfähigen Wettfahrten beendet werden. Erst zur Siegerehrung am Nachmittag zeigte sich dann schließlich das lang erhoffte Wetter mit aufgelockerter Bewölkung und stabilen Westwinden um die 30 Knoten, bis es gegen Abend windbedingt sogar zu einer Teilsperrung der Fehmarnsundbrücke kam. Ein Finale, das wohl den meisten Teilnehmern neben den ereignisreichen und spannenden Wettkampftagen lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Dank für die erfolgreiche Veranstaltung gilt allen Organisatoren, dem Vereinsvorstand Dr. Michael Naumann, Björn Haacke und Heiner Biethan, den Sponsoren Braumanufaktur Knust, Surfshop Fehmarn, Maui Ultra Fins, Severne und Starboard sowie besonders der Stadt Fehmarn und nicht zuletzt allen, die diesen Event möglich gemacht, getragen und mit Leben gefüllt haben!

Ergebnis Internationale Deutsche Meisterschaft Speed 2026


Overall
1. Gunnar Asmussen (GER)
2. Simon Pettifer (GBR)
3. Manfred Krückeberg (GER)

Damen
1. Jenna Gibson (GBR)
2. Tatiana Dianova (GER)
3. Gila Steinbacher (GER)

U17

1. Bo Henri Erdmann (GER)
2. Nils Haacke (GER)

U21
1. Denis Goncharov (GER)
2. Sarah Weiken (GER)

Fotos: © Verein Deutscher Speedsurfer e.V./Jens Pieper

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