iQFOiL European Championship Portimão 2026: Steinberg und van Opzeeland gewinnen die EM

iQFOiL European Championship Portimão 2026Steinberg und van Opzeeland gewinnen die EM

Die spektakuläre Medaillenserie bildete heute den Abschluss von sechs Renntagen in Portugal - die Titelentscheidungen fielen live auf den Atlantikgewässern vor Praia da Rocha. Luuc van Opzeeland und Tamar Steinberg gewinnen die Europameisterschaften in Portimão.

von Sven Block
Ausgerichtet vom Clube Naval de Portimão versammelte die Meisterschaft 192 Athleten aus 42 Nationen. Diese stellten sich im Laufe der Woche der gesamten Bandbreite an iQFOiL-Formaten und Atlantikbedingungen - von taktischen Kursrennen bis hin zu explosiven Sprintformaten, von thermischen Brisen bis hin zu Levante-Winden bei ozeanischem Wellengang. An der Medaillenserie nahmen lediglich die Top 10 der Gesamtwertung aus der Finalserie teil; die Segler mussten sich zunächst durch Viertel- und Halbfinale kämpfen, bevor sie die entscheidenden großen Finale erreichten.

Am Ende waren es der niederländische Olympia-Bronzemedaillengewinner Luuc van Opzeeland und Israels aufstrebender Star Tamar Steinberg, die sich die Europameistertitel 2026 sicherten. Johan Søe und das italienische U23-Ausnahmetalent Federico Alan Pilloni komplettierten das Podium der Herren, die Neuseeländerin Aimee Bright und eine weitere israelische Seglerin, Shahar Tibi, belegten in der Damenflotte die Plätze zwei und drei.

Medaillenserie Damen


In der Medaillenserie der Damen lieferte das Viertelfinale auf Anhieb spannende Rennen. Die Spanierin Pilar Lamadrid Trueba erwischte einen hervorragenden Start, doch es waren die Israelin Shahar Tibi und die Französin Hélène Noesmoen, die die erste Markierung als Führende umrundeten. Hélène Noesmoen übernahm auf der Kreuz kurzzeitig die Führung, bevor Shahar Tibi mit überlegener Geschwindigkeit auf Vorwindkurs die Kontrolle über das Rennen erlangte und sich den Sieg sicherte. Hinter ihr gelang es Pilar Lamadrid Trueba, Hélène Noesmoen in einem aufregenden Zielsprint knapp zu schlagen und sich damit den zweiten Qualifikationsplatz zu sichern.
iQFOiL European Championship Portimão 2026: Steinberg und van Opzeeland gewinnen die EM
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Im Halbfinale dominierten erneut Pilar Lamadrid Trueba und Shahar Tibi von Beginn an. Beide Seglerinnen führten das Rennen vom Start bis ins Ziel und zogen damit ins große Finale ein.

Das Finale selbst sorgte für einen der Höhepunkte der Meisterschaft. Pilar Lamadrid Trueba erwischte erneut einen perfekten Start, doch die Gesamtführende Tamar Steinberg fand schnell zu ihrer gewohnten Spitzengeschwindigkeit und erreichte die Luvtonne als Erste. Am unteren Gate schob sich das Feld wieder dicht zusammen, während Shahar Tibi den Rückstand stetig verringerte und an der zweiten Luvtonne wieder voll in den Kampf um die Spitze eingriff. In den entscheidenden Duellen bewahrte Tamar Steinberg unter dem enormen Druck die Ruhe und sicherte sich den Rennsieg, der sie zur iQFOiL-Europameisterin 2026 krönte.

Die Neuseeländerin Aimee Bright sicherte sich - dank des Punktevorsprungs, den sie als Zweitplatzierte der Finalserie mit ins große Finale nahm - den zweiten Platz in der Gesamtwertung, während Shahar Tibi das Podium komplettieren konnte, nachdem sie sich in einem herausragenden Lauf von den Viertelfinals bis ganz nach vorne gekämpft hatte.

Medaillenserie Herren


Die Medaillenserien der Herren boten noch mehr Dramatik. Im Viertelfinale erwischte der Israeli Yoav Omer zwar keinen optimalen Start, entschied sich jedoch früh auf der Bahn dazu, sich vom Feld abzusetzen - ein taktischer Schachzug, der sich auszahlte: Er konnte einen komfortablen Vorsprung herausfahren und sich einen Platz im Halbfinale sichern. Der Franzose Tom Arnoux qualifizierte sich als Zweiter.
iQFOiL European Championship Portimão 2026: Steinberg und van Opzeeland gewinnen die EM
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Das Halbfinale mündete dann bereits beim Start in ein turbulentes Chaos: Nicht nur ein, nicht zwei, sondern gleich drei Segler überquerten die Startlinie zu früh. Der Italiener Federico Alan Pilloni, der Israeli Tom Reuveny und Yoav Omer mussten allesamt mit einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe neu starten. Trotz dieses Rückschlags schätzte Tom Reuveny die Luv-Linie perfekt ein; es gelang ihm, wieder ins Rennen um die Spitzenplätze zurückzufinden und sich gemeinsam mit Federico Alan Pilloni einen Platz im Finale zu sichern.

Das entscheidende Finale der Männer begann mit einem perfekten Start sowohl für Luuc van Opzeeland als auch für Johan Søe - beide gingen mit einem Matchpoint-Vorsprung ins Rennen. Auf dem ersten Raumwindkurs griff jedoch Federico Alan Pilloni an und übernahm kurzzeitig die Führung.

Luuc van Opzeeland reagierte auf dem darauffolgenden Amwindkurs umgehend, erlangte die Kontrolle zurück und rundete die Luvtonne vor dem Italiener. Trotz eines nervenaufreibenden letzten Raumwindkurses, auf dem der Niederländer beinahe die Kontrolle über sein Board verloren hätte, bewahrte er die Ruhe, überquerte als Erster die Ziellinie und krönte sich damit offiziell zum Europameister 2026.

Johan Søe sicherte sich dank seines ins Finale mitgenommenen Match Points den zweiten Platz in der Gesamtwertung, während Federico Alan Pilloni seine Top-Leistung in Portimão krönte, indem er gegen eines der stärksten Starterfelder des aktuellen Olympiazyklus eine herausragende Bronzemedaille herausfuhr.

Nach sechs Tagen hochkarätiger Wettkämpfe unter allen erdenklichen Bedingungen, die der Atlantik zu bieten hat, bestätigte die iQFOiL Open-Europameisterschaft 2026 Portimão als einen der führenden Austragungsorte für das olympische Windfoiling. Zugleich unterstrich die Veranstaltung die außergewöhnliche Leistungsdichte und Wettbewerbsstärke der iQFOiL-Klasse auf dem weiteren Weg in Richtung Los Angeles 2028.

Ergebnis iQFOiL European Championship Portimão 2026


Damen
1. Tamar Steinberg (ISR)
2. Aimee Bright (NZL)
3. Shahar Tibi (ISR)
4. Pilar Lamadrid Trueba (ESP)

Herren
1. Luuc van Opzeeland (NED)
2. Johan Søe (DEN)
3. Federico Alan Pilloni (ITA)
4. Tom Reuveny (ISR)

Fotos: © Sailing Energy / iQFOiL Class

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