Mercedes-Benz Aloha Classic 2019: Philip Köster und Sarah Quita Offringa feiern WM Sieg

PWA World Cup 2019Mercedes-Benz Aloha Classic 2019

Sarah Quita Offring feiert erste Weltmeisterschaft in der Welle, Philip Köster seinen 5. Titel. Leon Jamaer fährt in die Top 10 der Welt.

von Ingo Meyer
Mehr Spannung geht nicht! Das Titelrennen der PWA war bis zum letzten Heat der Saison beim Aloha Classic auf Maui offen. Sarah Quita und Philip Köster triumphieren. Mit dem Gewinn des Mercedes-Benz Aloha Classic 2019 ist Sarah-Quita Offringa (Starboard / NeilPryde / Maui Ultra Fins) die erste Frau seit über zwei Jahrzehnten, die die PWA-Weltmeisterschaft in der Welle gewinnt - seit über 20 Jahren hatten die Moreno Twins das Geschehen in der Welle dominiert. Offringa startete das Jahr mit zwei dritten Plätzen, gewann dann aber die Events auf Sylt und Maui und holt sich zu Recht ihren Weltmeistertitel in der ersten Welle. Wir sagen herzlichen Glückwunsch!

Sarah-Quita Offringa über den Gewinn ihres ersten PWA Wave World Titels: "Ehrlich gesagt, fühlt sich dieser hier völlig anders an als jeder andere Titel, den ich zuvor gewonnen habe. Wave-Sailing war und ist eine besondere Herausforderung für mich und in diesem Jahr hatten wir so viele verschiedene Events mit völlig unterschiedlichen Bedingungen. Das Rennen um den Titel war unglaublich knapp, das macht es umso schöner, diesen Titel zu gewinnen. Eigentlich habe ich nicht wirklich erwartet, dass es dieses Jahr passiert, also bin ich super glücklich!"

Daida Moreno darf sich über den Vize-Weltmeistertitel freuen, Justyna Sneady komplettiert das Podium. Zurech, die Polin beendete dieses Jahr 3 Events unter den Top 3.
Mercedes-Benz Aloha Classic 2019: Philip Köster und Sarah Quita Offringa feiern WM Sieg
Mercedes-Benz Aloha Classic 2019: Philip Köster und Sarah Quita Offringa feiern WM Sieg
Mercedes-Benz Aloha Classic 2019: Philip Köster und Sarah Quita Offringa feiern WM Sieg
Philip Köster (Starboard / Severne / Maui Ultra Fins) feiert seine 5. PWA-Weltmeisterschaft im Alter von nur 25 Jahren. Bemerkenswert: 2019 ist erst das zweite Jahr, in dem Köster seit seinem ersten Weltmeistertitel 2011 keine Veranstaltung während der Saison gewonnen hat. Das einzige andere Mal, dass das passiert ist, war 2016, als er die letzten beiden Events des Jahres verpasste. Diesmal war es seine Beständigkeit, die sich als entscheidend erwies: 3 Podiumsplätze in Europa bildeten eine solide Basis für das Finale auf Maui. Vor dem diesjährigen Aloha Classic hatte der Deutsche noch nie einen Heat in Maui gewonnen. Aber schon im Vorfeld des Events war klar, dass der 25-Jährige auch auf Maui etwas zu melden hat. Sein dritter Platz im Viertelfinale erwies sich als entscheidend, wäre er Vierter geworden hätte Marcilio Browne (Goya Windsurfing) seinen zweiten Wave-Weltmeistertitel gewonnen. Die Performance von Philip auf Maui wurde in der Vergangenheit oft hinterfragt, aber dieses Jahr hat er seinen Kritikern bewiesen, dass er auch auf Maui auf höchstem Level und entsprechend erfolgreich Windsurfen kann. Und so ist er ohne Wenn und Aber der verdiente neue Weltmeister.

Philip Köster: „Ja, ehrlich gesagt, fühlt sich das anders an. Dieser Titel war eine Menge Arbeit. Ich habe in diesem Jahr keine Events gewonnen, was den Unterschied zu den anderen Jahren ausmacht. Ansonsten bin ich super, super glücklich, dass ich es geschafft habe. Es ist schön, beim Aloha Classic gut abgeschnitten zu haben. Zuvor hatte ich hier noch keinen Heat gewonnen. Also ja, ich freue mich wirklich sehr darüber!“
Mercedes-Benz Aloha Classic 2019: Philip Köster und Sarah Quita Offringa feiern WM Sieg
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Mercedes-Benz Aloha Classic 2019: Philip Köster und Sarah Quita Offringa feiern WM Sieg
Browne beendet die Saison 2019 als Vize-Weltmeister - nur 258 Punkte hinter Köster. Der Brasilianer ist seit seinem Titelgewinn im Jahr 2013 jedes Jahr in den Top 10 der Gesamtwertung zu finden ist. Ricardo Campello (Brunotti Boards) belegt zum zweiten Mal in Folge den dritten Platz auf dem Gesamtpodium.

Zufrieden sein, können auch Lina Erpenstein, Leon Jamaer und Julian Salmon. Lina ist trotz der Tatsache, dass sie bei dem Event auf Pozo nicht dabei war, vierte Overall. Eine beeindruckende Leistung, denn die Kielerin absolviert parallel ein Medizinstudium und verbringt viel Zeit in der Universität und nicht auf dem Wasser.

Leon Jamaer beendet das Jahr nach seinem überragendem 5. Platz beim Aloha Classic auf dem 8. Rang Overall. 3 Events landete Leon unter den Top 10, sein einziger Ausrutscher war der 13. Platz auf Sylt. Julian Salomon liegt trotz seines Erstrundenaussscheidens auf Maui, auf Platz 13. In Pozo und Teneriffa fuhr de 21-Jährige jeweils auf Rang 9.
Wave Ranking 2019:

Wave Women:
1. Sarah-Quita Offringa
2. Iballa Ruano Moreno
3. Justyna Sniady
4. Lina Erpenstein
5. Maaike Huvermann
6. Caterina Stenta
7. Marine Hunter
8. Alexia Kiefer Quintana
9. Mar De Arce
10. Maria Morales Navarro

Wave Men:
1. Philip Köster
2. Marcilio Brawzinho Browne
3. Ricardo Campello
4. Antoine Martin
5. Victor Fernández
6. Thomas Traversa
7. Jaeger Stone
8. Leon Jamaer
9. Marc Paré
10. Alex Mussolini

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