PWA/IWT World Cup Gran Canaria 2024: Erste Heats mit Überraschungen

PWA/IWT World Cup Gran Canaria 2024Erste Heats mit Überraschungen

Mit einem frühen Aus von Morgan Noireaux und Marcilio Browne sorgten die ersten Heats in Pozo für einige Überraschungen. Philip Köster, Ricardo Campello, Antoine Martin und Víctor Fernández überlebten die zweite Runde hingegen unbeschadet. Bei den Damen zeigte sich Sarah-Quita Offringa gewohnt souverän.

von Sven Block
Nachdem am ersten Tag die Juniorenwettbewerbe gestartet wurden, ging es am zweiten Tag für die Pro-Divisionen aufs Wasser. Starker Wind gepaart mit recht kleinen Wellen forderten bei den ersten Heats die richtige Strategie. Mit Double Forwards war an diesem Tag nur die eine Seite der Medaille gewonnen. Nur wer auch im Waveriding Punkte sammeln konnte, war auf der sicheren Seite, eine Runde weiter zu kommen. Nach einem langen actiongeladenen Tag sind nur noch die besten acht Fahrerinnen und besten 16 Herren übrig.

Waveriding Herren


Philip Köster hatte seinen Auftritt gleich zu Beginn der zweiten Runde. Der fünffache Weltmeister legte einen Auftakt nach Maß hin. Mit Double Forward, einem stylischen Backloop und einem durchgeglittenen Tweaked Pushloop war die Sprungwertung schnell unter Dach und Fach. Auch bei seinen Takas und Backside 360s zeigte sich Philip Köster gewohnt souverän. Die zweithöchste Wertung des Tages bringen ihn sicher in die nächste Runde. Mit ihm kommt Takuma Sugi eine Runde weiter, der sich gegen Gregory Stathopoulos und Moritz Mauch durchsetzen konnte. Schade für Moritz Mauch, der in der Runde zuvor einen unglaublichen Air Taka landen konnte und dafür die höchste Wave-Wertung des Tages erhielt.

Im anschließenden Heat erwischte es auch Danny Bruch, der sich nicht gegen Federico Morisio, Antony Ruenes und Ricardo Campello durchsetzen konnte. Ricardo Campello zeigte sich bei seinem Debut in diesem Jahr auf der Tour gewohnt souverän. Mit einem Double Forward und einem immensen Stalled Forward glänzte er sowohl in der Sprungwertung wie auch auf den kleinen Wellen. Für ihn ging es zusammen mit Antony Ruenes in die nächste Runde.

Marino Gil Gherardi hatte in Heat 11, dem dritten Heat der zweiten Runde, seinen ersten Auftritt und der war mehr als gelungen. Der 21-Jährige zeigte die höchsten Sprünge des Tages. Während er einen krassen Stalled Double Forward, der ihm 9,38 Punkte einbrachte, und einen hohen One Footed Backloop zeigte, konnte er beim Waveriding auch einen Klei landen. Bestwertung des Tages für den Local, der damit klar signalisierte, dass er hier in Pozo um den Sieg einige Worte mitreden wird. Mit ihm zog Arthur Arutkin in die nächste Runde ein, der sich in einem knappen Heat gegen Antoine Albert und Lennart Neubauer durchsetzen konnte.
PWA/IWT World Cup Gran Canaria 2024: Erste Heats mit Überraschungen
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Morgan Noireaux schien eine Vorahnung zu haben. Der Führende der Tour postete noch kurz vor dem Event, dass er ein „wenig Druck verspüre". „Realistisch gesehen könnte es ein bisschen schwierig werden, es unter die ersten Fünf zu schaffen, aber ich habe mir das Ziel gesetzt, hier mein bestes Ergebnis aller Zeiten zu erzielen“, schrieb er bei Facebook. Er konnte er sich in seinem Heat nicht gegen Liam Dunkerbeck und Samuele Ferraro durchsetzen. Der 18-jährige Italiener, den viele aus den Junioren-Wettbewerben kennen, zeigte auch in diesem Heat eine starke Leistung und konnte sich gegen Carlos Kiefer Quintana, der am Eröffnungstag die U18-Wertung gewinnen konnte, durchsetzen.

Thomas Traversa zeigte sich im anschließenden Heat gewohnt gut gelaunt auf dem Wasser. Mit soliden Sprungleistungen und hohen Wavescores kommt er am Ende auf 23,57 Punkte. Víctor Fernández legte ebenfalls einen guten Start hin und konnte sich gegen Local Josep Pons und Tomer Shamgar durchsetzen.

Heat 14 brachte Antoine Martin und Leon Jamaer weiter. In diesem Heat trat auch Anton Richter an, der sich als einziger junger deutscher Fahrer in der ersten Runde durchsetzen konnte.

Auch Dieter van der Eyken nutzte die Gunst der Stunde, bei der die Sprungwertung nicht zwingend entscheidend war. Mit zwei soliden Wave-Scores setzt er sich gegen Robby Swift durch, der ebenfalls eine Runde weiter ist. Nach Hayata in der ersten Runde erwischt es in diesem Heat auch Takara Ishii, der sich in Japan mit Platz fünf eine gute Ausgangsposition geschaffen hatte und als Neunplatzierter der Tour in den Event gestartet war
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Der letzte Heat der Herren des Tages erwies sich als der Kampf des Tages. Marcilio Browne, der amtierende Eventsieger vom letzten Jahr und amtierende Weltmeister, trat gegen Alessio Stillrich, Julian Salmonn und Miguel Chapuis an. Marcilio Browne startete perfekt in den Heat. Seinem Double Forward fügte er schnell eine 4,75-Punkte-Welle hinzu, doch Alessio Stillrich und Julian Salmonn waren alles andere als geneigt, sich davon einschüchtern zu lassen. Als Alessio Stillrich seinen Double Forward sauber landete und auch seinen Signaturemove, einen tweaked Pushloop zeigen konnte, war das Blatt gewendet und der Local schien seine anderen Kontrahenten mit in den Lauf zu ziehen. Auf einmal wechselten auch Julian Salmonn und Miguel Chapuis munter mit dem Weltmeister die zweite Position und als Miguel Chapuis am Ende noch ein Double Forward gelang, war klar, dass Marcilio Browne auf einmal unter Druck stand und sich an der letzten Position wiederfand. Miguel Chapuis wird sich am Ende sogar ärgern. Er hatte einen Eingangs-Score im Waveriding von 1,62 Punkten auf dem Zettel, den er im Heat-Verlauf nicht mehr zu tilgen vermochte. So fehlten ihm am Ende nur 0,36 Punkte auf Julian Salmonn, um weiterzukommen.

Waveriding Damen


Pauline Katz kam nach dem vierten Platz in Chile und ihrem damit besten Ergebnis auf der World Tour in den Event und die 34-Jährige legte auch hier einen selbstbewussten Start hin, indem sie den Eröffnungslauf für sich entschied. Lisa Wermeister setzte sich unterdessen knapp gegen Annagiulia Piccaglia durch und sicherte sich den entscheidenden zweiten Qualifikationsplatz. Am Ende trennten die beiden Teenager nur 0,04 Punkte.

Auch Alexia Kiefer Quintana startet mit einer gelungenen Leistung in den Wettbewerb und konnte den zweithöchsten Punktestand des Tages erzielen. Die 19-Jährige legte nach einem guten Start in den Heat, in dem sie sowohl Forwards als auch Backloops zeigen konnte, schnell eine solide Grundlage mit guten Wavescores und setzte sich mit 19,95 Punkt gegen Lina Erpenstein durch, die nicht so recht die passenden Wellen finden konnte, aber in der Luft gute Wertungen erzielte.

Im vorletzten Heat brillierte Sol Degrieck. Die junge Belgierin punktet erneut durch grundsolide Wellenritte und verwies Julia Pasquale auf den zweiten Platz. Justyna Sniady trat mit einer Fußverletzung, - vermutet wird sogar ein Bruch - tapfer an, konnte sich aber nicht gegen die jungen Fahrerinnen durchsetzen.

Der letzte Heat des Tages war der amtierende Weltmeisterin Sarah-Quita Offringa vorbehalten. Und die ging bei ihrem Saisondebut mit Volldampf aufs Wasser und erzielte den besten Lauf des Tages (21,01 Punkte). Während des Großteils des Heats war es eng zwischen ihr und Maria Morales, aber die mehrfache Weltmeisterin setzte sich in den letzten Phasen des Heats mit einem perfekt ausgeführten Backloop und einem hohen Stalled Forward durch. Im nächsten Heat trifft Sarah-Quita Offringa dann bereits auf Lina Erpenstein, während sich im ersten Heat Alexia Kiefer Quintana und Maria Morales Navarro gegenüber stehen.

Sowohl bei den Herren wie bei den Damen sollte damit für Spannung gesorgt sein. Die starken Winde sollen bis heute anzuhalten, wobei die Wettervorhersage derzeit Winde von 23 bis 30 Knoten und Wellen von bis zu 1,4 Metern Höhe vorhersagt.

Fotos: PWA/John Carter

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