PWA World Cup Fuerteventura 2026Event-Rückblick Slalom-X
In der zweiten Hälfte standen auf Fuerteventura die Racer im Mittelpunkt des Eventgeschehens. Bei Windstärken von bis zu 50 Knoten setzten sich Justine Lemeteyer und Matteo Iachino beim Slalom-X durch und sicherten sich die Titel in dieser spektakulären Disziplin.
von Sven BlockSchöner kann man sich Racing mit traditionellem Setup kaum ausmalen. Wer auf einen sanften Einstieg in das Renngeschehen von Sotavento gehofft hatte, wurde von Tag eins an enttäuscht. Fuerteventura bescherte den Teilnehmern eine Feuertaufe, die reichlich Opfer forderte, selbst die besten Spezialisten wurden bis an ihre Grenzen gefordert. Justine Lemeteyer und Matteo Iachino glänzten bei den extremen Bedingungen mit Konstanz und Siegeswillen. Justine Lemeteyer löst Sarah-Quita Offringa an der Weltspitze ab, die sich in diesem Jahr auf den Freestyle-Wettbewerb konzentrierte. Matteo Iachino setzt sich im Slalom-X erstmalig gegen seinen Dauerkonkurrenten Pierre Mortefon durch und verbucht damit seinen vierten PWA-Weltmeistertitel nach 2016 (Fin Slalom), 2023 (Fin- und Foil-Slalom) und 2025 (Foil-Slalom).
Justine Lemeteyer erholte sich von einem schleppenden Start am ersten Tag und sicherte sich ihren dritten Weltmeistertitel sowie ihren ersten Slalom-X-Titel. Im Verlauf des Events steigerte sich die Französin enorm: Sie gewann fünf der letzten sechs sowie sieben der letzten neun Eliminations und setzte sich schließlich souverän gegen Femke van der Veen und Jenna Gibson durch. Die 23-Jährige dürfte zudem viel Selbstvertrauen aus ihrer Leistung am letzten Tag schöpfen; ihre beiden vorangegangenen Titelkämpfe in Japan im letzten Jahr waren gänzlich anders verlaufen.
Slalom-X Damen
Justine Lemeteyer erholte sich von einem schleppenden Start am ersten Tag und sicherte sich ihren dritten Weltmeistertitel sowie ihren ersten Slalom-X-Titel. Im Verlauf des Events steigerte sich die Französin enorm: Sie gewann fünf der letzten sechs sowie sieben der letzten neun Eliminations und setzte sich schließlich souverän gegen Femke van der Veen und Jenna Gibson durch. Die 23-Jährige dürfte zudem viel Selbstvertrauen aus ihrer Leistung am letzten Tag schöpfen; ihre beiden vorangegangenen Titelkämpfe in Japan im letzten Jahr waren gänzlich anders verlaufen.



Femke van der Veen entwickelt sich stetig weiter. Die 26-Jährige beendet die Slalom-X-World-Tour mit ihrem bisher besten Ergebnis als Vizeweltmeisterin. Sie war mit Abstand die konstanteste Fahrerin und landete nur in zwei der insgesamt fünfzehn Eliminations außerhalb der Top-4.
Jenna Gibson dürfte vom Verlauf der Woche enttäuscht sein, nachdem sie am ersten Tag mit einem beeindruckenden Hattrick einen Traumstart hingelegt hatte. Im weiteren Verlauf ließ sie jedoch etwas nach, eine Folge eines Virusinfekts, den sie sich im Juni in Frankreich zugezogen hatte. Zweifellos wird sie im nächsten Jahr wieder angreifen und um den Weltmeistertitel kämpfen.
Bobbi-Lynn de Jong gewann nicht nur die neue Kategorie „unter 55 kg“, sondern zeigte auch eine herausragende Leistung insgesamt und belegte den vierten Platz in der Gesamtwertung. Sie sicherte sich viermal den zweiten Platz und unterstrich erneut, dass mit ihr in den kommenden Jahren zu rechnen sein wird.
Mae Davico komplettiert die Top-5 und liegt damit einen Platz vor Blanca Alabau.
An den ersten drei Tagen zeigte Matteo Iachino eine der besten Leistungen seiner bisherigen World-Tour-Karriere. Der Italiener gewann fünf der ersten sieben Eliminations und wahrte damit unter Berücksichtigung der zwei Streichergebnisse eine makellose Bilanz. Ein kleiner Ausrutscher am Finaltag - als der 36-Jährige in Elimination 10 überraschend im Halbfinale ausschied - machte den letzten Tag deutlich stressiger, als es nach seiner durchgehend starken Leistung in der gesamten Woche nötig gewesen wäre.
Letztlich brachte er die Sache jedoch zu Ende: Mit einem zweiten Platz in der elften und letzten Elimination wurde er zum ersten Fahrer, der Pierre Mortefon den Slalom-X-Titel entreißen konnte. Matteo Iachino war die ganze Woche über unglaublich schnell unterwegs und richtet seinen Fokus nun wieder auf Foil-Slalom - wo er als Titelverteidiger antritt -, um später im Jahr wohlmöglich seinen fünften PWA-Weltmeistertitel zu holen.
Jenna Gibson dürfte vom Verlauf der Woche enttäuscht sein, nachdem sie am ersten Tag mit einem beeindruckenden Hattrick einen Traumstart hingelegt hatte. Im weiteren Verlauf ließ sie jedoch etwas nach, eine Folge eines Virusinfekts, den sie sich im Juni in Frankreich zugezogen hatte. Zweifellos wird sie im nächsten Jahr wieder angreifen und um den Weltmeistertitel kämpfen.
Bobbi-Lynn de Jong gewann nicht nur die neue Kategorie „unter 55 kg“, sondern zeigte auch eine herausragende Leistung insgesamt und belegte den vierten Platz in der Gesamtwertung. Sie sicherte sich viermal den zweiten Platz und unterstrich erneut, dass mit ihr in den kommenden Jahren zu rechnen sein wird.
Mae Davico komplettiert die Top-5 und liegt damit einen Platz vor Blanca Alabau.
Slalom-X Herren
An den ersten drei Tagen zeigte Matteo Iachino eine der besten Leistungen seiner bisherigen World-Tour-Karriere. Der Italiener gewann fünf der ersten sieben Eliminations und wahrte damit unter Berücksichtigung der zwei Streichergebnisse eine makellose Bilanz. Ein kleiner Ausrutscher am Finaltag - als der 36-Jährige in Elimination 10 überraschend im Halbfinale ausschied - machte den letzten Tag deutlich stressiger, als es nach seiner durchgehend starken Leistung in der gesamten Woche nötig gewesen wäre.
Letztlich brachte er die Sache jedoch zu Ende: Mit einem zweiten Platz in der elften und letzten Elimination wurde er zum ersten Fahrer, der Pierre Mortefon den Slalom-X-Titel entreißen konnte. Matteo Iachino war die ganze Woche über unglaublich schnell unterwegs und richtet seinen Fokus nun wieder auf Foil-Slalom - wo er als Titelverteidiger antritt -, um später im Jahr wohlmöglich seinen fünften PWA-Weltmeistertitel zu holen.



Pierre Mortefon gibt sich nie geschlagen. In der zehnten Elimination bewies er erneut seine Qualitäten als Champion und erzwang eine unerwartete Entscheidungs-Elimination. Diese gewann er zwar ebenfalls, konnte Matteo Iachinos Gesamtsieg jedoch nicht verhindern. Der Titelverteidiger von 2025 büßte durch ein frühes Aus im Viertelfinale der dritten Elimination wertvollen Boden ein, fuhr ansonsten aber sehr konstant. Er qualifizierte sich für alle übrigen Siegerfinale und gewann drei der letzten vier Eliminations, womit er sich den Vizeweltmeistertitel sicherte.
Maciek Rutkowski bescherte seinen vielen Fans in den vergangenen Tagen eine ziemliche Achterbahnfahrt der Gefühle. Auf einige Tiefen folgte schließlich ein Hoch, als der Pole zum zweiten Mal in Folge in Fuerteventura auf das Podium fuhr. Nach Platzierungen auf den Rängen neun, sechzehn und fünfundzwanzig zu Beginn gebührt ihm große Anerkennung dafür, dass er nicht in Panik geriet, sondern ein fulminates Comeback hinlegte - ein Szenario, das nach den ersten drei Eliminations noch höchst unwahrscheinlich erschien.
Amado Vrieswijk verbrauchte gleich am ersten Tag seine beiden Streichergebnisse und musste fortan einem Rückstand hinterherlaufen. Dennoch kämpfte sich der Musterathlet aus Bonaire auf den vierten Platz zurück - nur 2,6 Punkte trennten ihn am Ende vom Podium. Nach einem etwas enttäuschenden ersten Tag qualifizierte sich Vrieswijk für alle verbleibenden neun Winners' Finals und setzte sich knapp gegen Nico Prien durch, der den fünften Platz belegen konnte. Nico Prien hatte nach einer Reise nach Madagaskar die ganze Woche über mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, erreichte aber dennoch eine Platzierung unter den besten Fünf.
Auch Jimmy Thieme fing sich nach einem nicht ganz optimalen Start wieder. Der Franzose erzielte schließlich mit dem sechsten Rang sein bisher bestes Ergebnis auf der Tour, wobei er sichtlich Gefallen an den extremen Bedingungen fand.
Taty Frans kämpfte in der Anfangsphase des Events noch um einen Podiumsplatz, verlor jedoch im weiteren Verlauf etwas an Schwung. Er belegt am Ende den siebten Platz - knapp vor Bruno Martini auf dem achten Rang 8 Benoit Merceur auf Rang 9. Die Top Ten komplettiert Lohan Jules, der zudem sein bestes Einzelergebnis erzielen konnte: einen zweiten Platz in der zehnten Elimination.
Damit endet eine der windreichsten Ausgaben des Fuerteventura PWA Grand Slam aller Zeiten; an jedem einzelnen Veranstaltungstag herrschte extremer Wind, womit Sotavento seinem legendären Ruf erneut alle Ehre machte. Die Wave-Flotten sind beim WWT/PWA Event bereits ab dem 31. Juli wieder im Einsatz. Der nächste große PWA-Event ist der Super Grand Slam vor Westerland, der vom 25. September bis zum 4. Oktober stattfindet.
1. Justine Lemeteyer (FRA)
2. Femke van der Veen (NED)
3. Jenna Gibson (UK)
4. Bobbi-Lynn de Jong (NB)
5. Mae Davico (FRA)
1. Matteo Iachino (ITA)
2. Pierre Mortefon (FRA)
3. Maciek Rutkowski (POL)
4. Amado Vrieswijk (NB)
5. Nico Prien (GER)
6. Jimmy Thieme (FRA)
7. Taty Frans (NB)
8. Bruno Martini (ITA)
9. Benoit Merceur (FRA)
10. Lohan Jules (GPE)
1. Justine Lemeteyer (FRA)
2. Femke van der Veen (NED)
3. Jenna Gibson (UK)
4. Bobbi-Lynn de Jong (NB)
5. Mae Davico (FRA)
1. Matteo Iachino (ITA)
2. Pierre Mortefon (FRA)
3. Maciek Rutkowski (POL)
4. Amado Vrieswijk (NB)
5. Nico Prien (GER)
6. Jimmy Thieme (FRA)
7. Taty Frans (NB)
8. Bruno Martini (ITA)
9. Benoit Merceur (FRA)
10. Lohan Jules (GPE)
Fotos: PWA World Tour/John Carter
Maciek Rutkowski bescherte seinen vielen Fans in den vergangenen Tagen eine ziemliche Achterbahnfahrt der Gefühle. Auf einige Tiefen folgte schließlich ein Hoch, als der Pole zum zweiten Mal in Folge in Fuerteventura auf das Podium fuhr. Nach Platzierungen auf den Rängen neun, sechzehn und fünfundzwanzig zu Beginn gebührt ihm große Anerkennung dafür, dass er nicht in Panik geriet, sondern ein fulminates Comeback hinlegte - ein Szenario, das nach den ersten drei Eliminations noch höchst unwahrscheinlich erschien.
Amado Vrieswijk verbrauchte gleich am ersten Tag seine beiden Streichergebnisse und musste fortan einem Rückstand hinterherlaufen. Dennoch kämpfte sich der Musterathlet aus Bonaire auf den vierten Platz zurück - nur 2,6 Punkte trennten ihn am Ende vom Podium. Nach einem etwas enttäuschenden ersten Tag qualifizierte sich Vrieswijk für alle verbleibenden neun Winners' Finals und setzte sich knapp gegen Nico Prien durch, der den fünften Platz belegen konnte. Nico Prien hatte nach einer Reise nach Madagaskar die ganze Woche über mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, erreichte aber dennoch eine Platzierung unter den besten Fünf.
Auch Jimmy Thieme fing sich nach einem nicht ganz optimalen Start wieder. Der Franzose erzielte schließlich mit dem sechsten Rang sein bisher bestes Ergebnis auf der Tour, wobei er sichtlich Gefallen an den extremen Bedingungen fand.
Taty Frans kämpfte in der Anfangsphase des Events noch um einen Podiumsplatz, verlor jedoch im weiteren Verlauf etwas an Schwung. Er belegt am Ende den siebten Platz - knapp vor Bruno Martini auf dem achten Rang 8 Benoit Merceur auf Rang 9. Die Top Ten komplettiert Lohan Jules, der zudem sein bestes Einzelergebnis erzielen konnte: einen zweiten Platz in der zehnten Elimination.
Damit endet eine der windreichsten Ausgaben des Fuerteventura PWA Grand Slam aller Zeiten; an jedem einzelnen Veranstaltungstag herrschte extremer Wind, womit Sotavento seinem legendären Ruf erneut alle Ehre machte. Die Wave-Flotten sind beim WWT/PWA Event bereits ab dem 31. Juli wieder im Einsatz. Der nächste große PWA-Event ist der Super Grand Slam vor Westerland, der vom 25. September bis zum 4. Oktober stattfindet.
Ergebnis PWA World Tour Slalom-X Damen 2026
1. Justine Lemeteyer (FRA)
2. Femke van der Veen (NED)
3. Jenna Gibson (UK)
4. Bobbi-Lynn de Jong (NB)
5. Mae Davico (FRA)
Ergebnis PWA World Tour Slalom-X Herren 2026
1. Matteo Iachino (ITA)
2. Pierre Mortefon (FRA)
3. Maciek Rutkowski (POL)
4. Amado Vrieswijk (NB)
5. Nico Prien (GER)
6. Jimmy Thieme (FRA)
7. Taty Frans (NB)
8. Bruno Martini (ITA)
9. Benoit Merceur (FRA)
10. Lohan Jules (GPE)
Ergebnis Slalom-X Damen Fuerteventura PWA Grand Slam 2026
1. Justine Lemeteyer (FRA)
2. Femke van der Veen (NED)
3. Jenna Gibson (UK)
4. Bobbi-Lynn de Jong (NB)
5. Mae Davico (FRA)
Ergebnis Slalom-X Herren Fuerteventura PWA Grand Slam 2026
1. Matteo Iachino (ITA)
2. Pierre Mortefon (FRA)
3. Maciek Rutkowski (POL)
4. Amado Vrieswijk (NB)
5. Nico Prien (GER)
6. Jimmy Thieme (FRA)
7. Taty Frans (NB)
8. Bruno Martini (ITA)
9. Benoit Merceur (FRA)
10. Lohan Jules (GPE)
Fotos: PWA World Tour/John Carter


























































