PWA/WWT Fiji Surf Pro 2026: Seman siegt, Stone crasht

PWA/WWT Fiji Surf Pro 2026Seman siegt, Stone crasht

Wettkampftag zwei beim Fiji Surf Pro brachte die bisher gewaltigsten Bedingungen. Jane Seman holt sich mit dem zweiten Sieg die Cloudbreak-Krone zurück. In den Seeding-Heats der vierten Runde der Herren zeigen die Top-Favoriten ihre Klasse. Hohes Risiko wurde belohnt, hatte aber auch seinen Preis. Top-Favorit Jaeger Stone stürzte unglücklich und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

von Sven Block
Cloudbreak legte am zweiten Wettkampftag noch eine Schippe drauf: Über Nacht nahm der Wellengang um gut 20 % zu. Den ganzen Tag über krachten gewaltige Wellen mit einer Frontalhöhe von 20 Fuß (ca. 6 Meter) auf das Riff. Ein konstanter Wind mit 20 Knoten aus Cross-Offshore-Richtung traf im perfekten Winkel auf das Line-up.

Am Ende des Tages standen die Gewinnerin bei den Damen sowie die vier Halbfinalisten bei den Herren fest; zudem gab es die ersten Entscheidungen in den Hoffnungsläufen.

Vorzeitiger Sieg für Jane Seman


Der Titel bei den Damen wird in drei Durchgängen entschieden, wobei die Platzierungen aus allen drei Läufen in das Gesamtergebnis einfließen. Nach ihrem souveränen Sieg im Auftaktlauf - mit einer Punktzahl von 16,70 - trat Jane Seman am zweiten Tag erneut bei größeren und anspruchsvolleren Wellenbedingungen an und erzielte 9,87 Punkte in einem taktisch geprägten Duell, bei dem sich die richtige Wellenwahl als entscheidend erwies. Zwei Läufe, zwei Siege - angesichts dieser Platzierungen ist sie nicht mehr einzuholen. Damit hat sie sich den Titel bereits vor dem letzten Lauf gesichert.

„Ich liebe diese Welle einfach. Der Sieg hier im Jahr 2022 war etwas Besonderes, aber heute - bei diesen Bedingungen, mit gewaltigen Wellen und perfektem Wind - war es das absolute Highlight des Windsurfens. Ich hatte riesigen Spaß draußen. Sich den Titel am Cloudbreak zurückzuholen, bedeutet mir alles“, freute sich die Ausnahme-Athletin aus Australien nach dem zweiten Finale.
PWA/WWT Fiji Surf Pro 2026: Seman siegt, Stone crasht
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Hinter ihr ist der Kampf um die weiteren Podiumsplätze noch offen. Sarah Kenyon zeigte ihre beste Leistung der Serie und belegte mit 8,27 Punkten den zweiten Platz, während María Andrés mit 6,37 Punkten Dritte wurde - ein Tausch der Platzierungen im Vergleich zum ersten Lauf. Da sowohl María Andrés als auch Sarah Kenyon nun jeweils einen zweiten und einen dritten Platz auf dem Konto haben, wird der Finallauf entscheiden, wer Silber und wer Bronze gewinnt.

Die Top-Favoriten zeigen ihre Klasse


Bei den Herren stießen die Qualifikanten der Challenger-Serie zum Hauptfeld für die Seeding-Heats der vierten Runde hinzu. Angesichts der bislang größten Wellen des Events unterstrichen die etablierten Stars eindrucksvoll ihr Können. Die vier Sieger der Heats zogen direkt ins Halbfinale ein.

Den ersten Heat entschied der Hawaiianer Bernd Roediger für sich. Er lieferte mit einer Wertung von 16,90 Punkten seine bislang überzeugendste Leistung des Herrenwettbewerbs ab. Dahinter lieferten sich Takuma Sugi (12,40 Punkte) und Camille Juban (12,14 Punkte) ein enges Duell, während Logan Haggerstrom - der am ersten Tag noch geglänzt hatte - keine Wertung erzielen konnte; eine bittere Lektion darüber, wie gnadenlos Cloudbreak sein kann.
PWA/WWT Fiji Surf Pro 2026: Seman siegt, Stone crasht
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Der zweite Heat ging an Jaeger Stone, dessen charakteristisches Power-Surfing mit 15,23 Punkten belohnt wurde. Robby Swift forderte ihn bis zur letzten Sekunde mit einem der besten Auftritte des Tages heraus; auf den weiteren Plätzen folgten Julian Salmonn und Duncan Osborn.

Im dritten Heat fiel die höchste Wertung des Herrenwettbewerbs: 16,96 Punkte für Antoine Martin aus Guadeloupe. Er attackierte die heftigsten Abschnitte des Riffs mit enormer Aggressivität - ganz so, als wolle er den Wettbewerb im Eiltempo entscheiden, statt sich durch zahlreiche weitere Runden kämpfen zu müssen. Russ Faurot belegte mit 11,56 Punkten den zweiten Platz, gefolgt von Takara Ishii und Finn Mellon.

Der vierte Heat war der spannendste der Runde: Baptiste Cloarec (15,53 Punkte) setzte sich knapp gegen Morgan Noireaux (15,16 Punkte) durch. Federico Morisio (12,87 Punkte) belegte den dritten Platz, während der Challenger-Qualifikant Michael Westra seine Glanzleistung vom ersten Tag nicht wiederholen konnte.

Jaeger Stones Sieg in seinem Heat hatte seinen Preis. Der Australier erlitt einen heftigen Sturz und musste von der schnell eingreifenden Wasserrettung geborgen werden. Aufgrund des Verdachts auf einen Fußbruch wurde er mit einem Schnellboot aufs Festland gebracht, wo bereits ein Krankenwagen bereitstand. Die Verletzung scheint so schwerwiegend zu sein, dass ein Start am Finaltag wohl ausgeschlossen ist - ein herber Rückschlag für einen der Favoriten, der nach seinem Rückzug aus der Vollzeit-Tour gerade erst auf die internationale Wettkampfbühne zurückgekehrt war.

Hoffnungsrunde Herren


Für alle anderen führt der Weg ins Finale nun über die Hoffnungsrunde. Der Wettkampftag endete mit dem Abschluss der fünften Runde und den ersten feststehenden Eliminierungen für den Hauptwettbewerb.

In der ersten Hoffnungsrunde nutzte Camille Juban seine zweite Chance souverän: Er dominierte den Heat von Beginn an und erzielte 13,40 Punkte. Hinter ihm nutzte Julian Salmonn seine Möglichkeit. Duncan Osborn kämpfte bis zum Schluss und erreichte respektable 9,90 Punkte; doch da nur zwei Fahrer weiterkommen, ist der Wettbewerb für den Überraschungsstar des ersten Tages beendet.

Die zweite Hoffnungsrunde verlief noch dramatischer. Takara Ishii zeigte eine starke Leistung und gewann den Heat mit 13,97 Punkten. Finn Mellon (11,60 Punkte) sicherte sich denkbar knapp den zweiten Qualifikationsplatz, während Federico Morisio das Weiterkommen mit 11,30 Punkten um lediglich drei Zehntel verpasste. Michael Westra, der sich über die Challenger-Serie qualifiziert hatte und am ersten Tag mit 13,47 Punkten geglänzt hatte, fand keine punkteträchtige Welle und schied ebenfalls aus. Die vier Überlebenden der „Redemption“-Runde - Camille Juban, Julian Salmonn, Takara Ishii und Finn Mellon - ziehen nun in die morgige Runde 6 ein. Dort treffen sie in zwei hochkarätig besetzten Heats auf die Zweitplatzierten aus Runde 4.

Die Bestplatzierten aus Runde 6 komplettieren das Halbfinale - Heat 1 an der Seite von Bernd Roediger und Jaeger Stone (vorbehaltlich der Möglichkeit der Teilnahme), Heat 2 an der Seite von Antoine Martin und Baptiste Cloarec.

Ergebnis Women's Final 2


1. Jane Seman (AUS)
2. Sarah Kenyon (AUS)
3. María Andrés (ESP)
4. Jessica Crisp (AUS)

Fotos: WWT/Maleen Hoekstra u. Malte Øgelund

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