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Freeride vs. Freewide - Teil 2


Angleitverhalten
Der Gecko, dieser Aspekt ist wirklich beeindruckend, gleitet unwahrscheinlich einfach an. Mit dem leichtesten Windhauch rutscht es sich über seine eigene Bugwelle in Gleitfahrt und zieht auffallend einfach durch Windlöcher. Wenn die Schlaufen auf der Innenposition montiert sind, kann man schon sehr früh hineinschlüpfen. Das Board muss nicht in Gleitfahrt gekickt werden, es schaltet einfach seinen Autopiloten an und schwebt quasi automatisch über die Gleitschwelle. Der Hawk dagegen brauch Input vom Piloten, um so richtig loszulegen: man sollte abfallen, dem Board mit Pumpzügen über die Gleitschwelle helfen und dabei vorsichtig mit seiner Fußposition und dem Druck auf dem hinteren Bein umgehen. Der Shark ist mit seiner größeren Finne deutlich einfacher in Gleitfahrt zu bringen. Ohne auch auf grobe Belastungsfehler zu reagieren, kommt es gelassen in Gleitfahrt und vermittelt mit seiner Länge viel Sicherheit.

Insgesamt heimst der Gecko im Angleitverhalten die meisten Lorbeeren ein, besonders wenn man die Leichtigkeit bedenkt, mit der der Gecko in Gleitfahrt kommt. Knapp dahinter folgt der Shark und der etwas technischere Hawk.

Freeride vs. Freewide
Freeride vs. Freewide

Cruisen
Die Boards fühlen sich sehr unterschiedlich an. Hierbei geben vor allem die persönlichen Vorlieben die ausschlaggebenden Argumente. Der Shark vermittelt dabei eindeutig am meisten Sicherheit und Easy-Going-Charakter. Egal, ob die Schlaufen auf der inneren oder auf der äußeren Position montiert sind, der Shark benötigt immer nur minimalen technischen Input des Piloten, um mit guter Geschwindigkeit und absoluter Kontrolle seine Bahnen zu ziehen. Die etwas schwerere Bauweise und vor allem der höhere Flex des Shark tragen einen Großteil dazu bei. Das Board liegt dadurch satter im Wasser und unruhiger Chop wird einfach abgefedert. Die steifere Bamboo – Bauweise der anderen zwei Boards gibt dem Piloten ein direkteres Feedback. Dadurch fühlen sich die Boards etwas lebendiger und sportlicher an.

Der Hawk vermittelt ein typisches Sportwagen-Feeling, was erfahrene Piloten zu schätzen wissen. Die Innenpositionen der Schlaufen funktionieren zwar gut, sein wahres Gesicht zeigt das Hawk jedoch erst, wenn sie in die, wenn auch anspruchsvolle, äußere Position montiert werden. Dann sollte man sensibel mit dem Druck auf dem hinteren Bein umgehen (Spinouts sind ansonsten die Folge). Wer damit umgehen kann, bekommt jedoch eine Highspeed -Maschine mit Adrenalingarantie.

Das Gecko hat mehrere Gesichter; je nach Fußschlaufenposition verändert es seine Charakteristik. Auf der Innenposition lässt es sich sehr entspannt cruisen, manchmal wird man jedoch den Eindruck nicht los, dass die hinteren Schlaufen zum Heizen beinahe etwas zu zentral positioniert sind. Es hat den Rockerverlauf des Hawk und läuft dadurch angenehm frei ohne sich im Chop festzustampfen. Durch seine Breite machen sich Kabbelwellen jedoch deutlicher bemerkbar, es federt sie nicht so stark ab wie der Shark. Wenn die Schlaufen auf die Außenpositionen montiert werden, vermittelt der Gecko das Gefühl eines modernen Slalomboards. Dann fühlt sich der Gecko schnell an und möchte mit ordentlich Druck auf den Beinen (vor allem auf dem hinteren) kontrolliert werden. Steigender Druck auf dem hinteren Bein resultiert dabei in steigender Geschwindigkeit, während man mit dem vorderen Bein das Board balancieren und kontrollieren kann. Mit dem Gecko ist man dann richtig schnell unterwegs und bekommt zudem ein sportliches, spritziges Fahrgefühl vermittelt.

Der Hawk hinterlässt den schnellsten Gesamteindruck, stellt jedoch auch die höchsten Anforderungen an das Niveau des Surfers. Dann lässt es auch das Gecko hinter sich und ist mit seiner geringeren Breite bei Topspeed und Chop etwas einfacher zu kontrollieren als das Gecko.

Freeride vs. Freewide

„Durch seine Breite, seine freie Wasserlage, seine Fehlertoleranz und sein enormes Gleitpotential ist das Gecko gleichermaßen die ideale Plattform für erste durchgeglittene Halsen und für ausgefeilte Laydown-Jibes.“

Halsen
In einigen Punkten unterscheiden sich die Boards stark in der Halse. Dabei ist der Bereich „einfaches Halsen“ wohl am schwierigsten zu greifen. Genau dort unterscheiden sich die Boards allerdings auch am deutlichsten. Der Shark ist beispielsweise extrem einfach zu halsen. Es hat einen Radius, durch den es unbekümmert zieht, egal wie hart es belastet wird und wie engagiert oder technisch nachlässig es auf die Kante gestellt wird. Auf diesem einen Radius ist derShark eben eine wahre Halsenmaschine. Der Hawk kann dagegen in unterschiedliche Radien gezwängt werden, durch die es dann auch gut zieht. Sollte man jedoch nicht konzentriert bei der Sache sein, kann es schon einmal vorkommen, dass man auf der Kante verschneidet. Der Gecko hingegen, der ja bereits bei extrem geringer Geschwindigkeit gleitet, spielt in dieser Kategorie alle Qualitäten aus. Es kann nahezu jeden Halsenradius und gleitet jeden Radius durch. Durch seine Breite, seine freie Wasserlage, seine Fehlertoleranz und sein enormes Gleitpotential ist es gleichermaßen die ideale Plattform für erste durchgeglittene Halsen und für ausgefeilte Laydown-Jibes.

Zusammenfassung
Wo liegen nun die Stärken und die Schwächen des breiten Geckos mit seinen dünnen Rails, im Vergleich zu den bewährten Shark und Hawk? Es muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass das Gecko all das, was Shark und Hawk können, auch kann, einiges sogar besser. Viel wichtiger als der reine Leistungsaspekt scheint uns jedoch das Fahrgefühl zu sein das die Boards vermitteln und in denen sie sich deutlich unterscheiden. Für viele engagierte, erfahrene Surfer, die sich ein großes Brett für maximale Geschwindigkeit an schwachwindigen Sommertagen wünschen, wir das Hawk, mit seinem straffen, schnellen und klassischen Gefühl wohl die ideale Wahl sein. Der Aufsteiger, der nach dem Surfkurs auf sein erstes eigenes Board umsteigt, wird wohl auf dem gutmütigen Shark die schnellsten Erfolge in den Bereichen Gleiten, Fußschlaufen fahren und Halsen verzeichnen. Der Gecko kann man uneingeschränkt allen empfehlen. Es wird zwar nicht ganz so schnell wie das Hawk. Dafür carvt es butterweich durch jede Halse. Es mag etwas anspruchsvoller zu surfen sein, als der Shark. Dafür bietet es mehr Potential für fortgeschrittene Surfer. Der einzige Kritikpunkt – und der ist eigentlich keiner - , der dem Gecko anzuhängen bleibt, ist der, dass die moderne, kurze Outline vor allem von den „alten Hasen“ der Szene etwas Eingewöhnungszeit erfordert.



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