Interview Florian Brunner: Jetzt auch NSP im Vertrieb

Interview Florian BrunnerJetzt auch NSP im Vertrieb

Die Wassersportspezialisten von APM Marketing vertreiben seit diesem Jahr neben den Produkten von Starboard und Severne auch die Surfboards von NSP. Geschäftsführer Florian Brunner sprach mit Eliane Dröme über die Entscheidung, NSP mit ins Portfolio aufzunehmen und über die aktuelle Marktentwicklung.

von Eliane Dröme
Eliane Drömer: Um einen Überblick zu bekommen: Welche Wassersportprodukte von welcher Marke können die Händler bei euch ordern?
Florian Brunner: Von Starboard vertreiben wir alle Produkte aus den Bereichen SUP, Windsurf, Wing, Foilboard, Foils, Techwear, Severne-Segel und die olympische Windsurf Klasse iQFOiL. Bei NSP konzentrieren wir uns auf Boards zum Wellenreiten und Stand-Up-Paddling.

Welche Märkte bedient ihr jeweils?
Starboard vertreiben wir in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Italien, NSP in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Holland.

Ist Direktvertrieb ein Thema für euch?
Mit unseren Hardware-Produkten, also Boards usf. sind wir nach wie vor am Fachhandel orientiert. Wir denken aber über Direktvertrieb in Ländern mit schwächerer Handelsstruktur nach. Software, also Beach- und Waterwear bis hin zu den in Kroatien produzierten SUP-Suits kann in unserem eigenen Starboard Pro Shop gekauft werden.
Interview Florian Brunner: Jetzt auch NSP im Vertrieb
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Interview Florian Brunner: Jetzt auch NSP im Vertrieb
Was war für euch bei APM Marketing ausschlaggebend, neben Starboard noch NSP in den Vertrieb aufzunehmen? Wie siehst du die beiden Marken?
Mit Starboard decken wir bereits sehr viele Wassersportarten ab und wir haben es geschafft, uns mit den Produkten von Starboard das beste Image zu erarbeiten. Das zeigt uns das Feedback der Kunden, das merken wir bei den Events. Die Marke Starboard ordnen wir in den verschiedenen Sportarten im Premiumsegment ein mit qualitativen Produkten im höheren Preissegment. Starboard verteidigt, seit Svein Rasmussen das Unternehmen 1993 als norwegischer Windsurf-Weltmeister gegründet hat, seinen Platz als Innovationsführer. Als fortwährender Konstruktions-Weltmeister setzt Starboard Trends im Boardbau und bestimmt die Marktentwicklung.

NSP steht für Nature Surfing Products und ist bekannt für erschwingliche, haltbare Surfboards zum Wellenreiten. Die Surf-Marke wurde 2001 von Surfer Bruce „Buzz“ Hansen auf Maui gegründet. Damit schließen wir unsere Lücke im Wassersportbereich und bieten jetzt auch Boards zum Wellenreiten und Stand-Up-Paddling mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis im oberen Mittelpreissegment an.

Die Produkte lernen durch große Kooperationen von NSP mit Learn-to-surf-Programmen, Wavepools und Schulen auf der ganzen Welt viele Wellenreiter als Einsteiger kennen.
Natürlich ist der Wellenreit-Markt schwierig. Auf der anderen Seite entstehen gerade viele künstliche Wellen. In München steht der Top Pool und schon jetzt gibt es 20 bis 25 Wavepools in Zentraleuropa. Es reisen Wellenreiter von Frankreich nach München, um ihre persönliche Welle zu buchen. Es gibt ein eigenes Wavepoolmag samt Podcasts. Die hochpreisigen Slots der künstlichen Wellen sind ausgebucht. Das Image von Wellenreiten zieht immer noch enorm.
Interview Florian Brunner: Jetzt auch NSP im Vertrieb
Interview Florian Brunner: Jetzt auch NSP im Vertrieb
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Welche Endkunden habt Ihr bei APM im Blick?
Alle (lacht). Alle engagierten Wassersportler bis hin zu den Leistungssportlern und Top-Profis.

Es wird allgemein wahrgenommen, dass der Verkauf von SUP-Produkten zurückgegangen ist. Welche Entwicklung siehst und erwartest du mit deiner Erfahrung aus dem Wassersport für den SUP-Sektor?
Das Segment, das den größten Rückgang erlebt hat, ist das Billigsegment. Das sieht man auch daran, dass Discounter und Billiganbieter sich zurückziehen. Die Preisniveaus haben sich weiter nach unten verlagert. Das heißt, das Billigsegment ist noch billiger geworden, also 199 € und drunter. Und dadurch ist auch das Mittelpreissegment nach unten gerutscht. Und speziell im Mittelpreissegment bis rund 500 € kann man feststellen, dass der Markt größer wird, weil viele der vermeintlichen Premiummarken jetzt auch da reingegangen sind. Hier gibt es Wachstumschancen. Wir im Premiumsegment können feststellen, dass hier seit letztem Jahr eine Marktkonsolidierung eingetreten ist, was darauf zurückzuführen ist, dass der engagierte Freizeitsportler nach wie vor den SUP-Sport ausübt.

Siehst du auch eine Wanderung vom Billigsegment in höhere Preisklassen?
Wir erhalten durchaus das Feedback auf Events, dass Kunden, die bisher ein günstiges Board gekauft hatten, das sich jetzt auflöst, sagen, ich will den Sport weiter betreiben. Die überspringen möglicherweise die Mittelpreisklasse mit dem Gedanken, wenn ich dabei bleibe, dann will ich auch das Beste haben. Damit landen sie im Grunde genommen bei Marken wie Starboard. Wem der Preisunterschied zu groß ist, geht ins Mittelpreissegment.

Wie siehst du die Entwicklung von Foiling?
Der Trend Foiling, also sportartübergreifend, bekommt starken Zuspruch. Was daran erkennbar ist, dass die olympische Windsurfklasse jetzt auf Foils stattfindet und dass sich natürlich auch das Wingen mit Foils einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Allerdings sehe ich den Markt dahingehend skeptisch, dass er in den letzten Jahren komplett überschätzt worden ist, was zu einem Überangebot geführt hat. Aber der Trend zum Foiling hält an und den gibt es in allen Bereichen: im Windsurfen im Wingen, im SUP, im Wellenreiten… ist es ein Thema.

Vielen Dank für die Einblicke! Gibt es sonst weitere News von APM? Auf welchen Events können Wassersportler eure Produkte testen?
Auf unserer Website von APM-marketing.de stehen die kommenden Events und neu das APM TV, unser YouTube-Channel, wo im Videoformat „Wind & Waves“ regelmäßig Videos mit Hintergrundwissen rund um die Themen SUP, Windsurfen, Wingfoilen und Wellenreiten veröffentlich werden. Ja, und wir sind auf der Suche nach einem neuen Wingfoil-Teamrider.

Interview: Eliane Drömer
Fotos: NSP, Starboard (PR)

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