Spotschließung Heidkate?

Spotschließung Heidkate?

Probleme mit dem Parkplatz gefährden den Kieler Spot.

von Jascha Körfer
Heidkate ist für viele Kieler Windsurfer einer der Hauptspots bei westlichen Windrichtungen, moderate Bedingungen, ein großes Windfenster und reichlich Platz auf dem Wasser sorgen seit mehreren Jahrzehnten für eine große Beliebtheit.

Der Spot ist sowohl für Anfänger, als auch für Slalom Pros eine der besten Alternativen um von Kiel aus schnell aufs Wasser zu kommen. Eine eventuelle Schließung wäre daher fatal und auch wenn der Spot als solches erhalten bleiben würde, wären die wenigsten Surfer wohl bereit die Anreise mit dem Fahrrad zu tätigen. Die genaueren Hintergründe und wie es zu der Überlegung der Schließung kommt, erfahrt ihr im Folgenden.
Spotschließung Heidkate?
Der Parkplatz in Heidkate unterliegt dem gesetzlichen Biotopschutz, Grund dafür ist der dort wachsende Trockenrasen. Große Teile der Parkplatzes werden deshalb auch nur in den Sommermonaten zugänglich gemacht und über den Rest der Jahres abgesperrt.

Grundsätzlich ist in Heidkate nur das Parken über Nacht, nicht aber das Übernachten oder Camping erlaubt. Auf der Beschilderung und an den Parkautomaten wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Parken in der Zeit von 20:00 Uhr bis 08:00 Uhr für eine Gebühr von 20 gestattet ist. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen Wohnmobilstellplatz mit Übernachtungsmöglichkeit. Allerdings wurde dies in der Vergangenheit nie kontrolliert, die Folge war, dass an Wochenenden teils campingplatzähnliche Zustände herrschten. Wie an vielen anderen Orten auch, hat sich diese Tendenz allerdings erst in den letzen beiden Jahren so dramatisch abgezeichnet, dass sich die Behörden in diesem Sommer zum Handeln gezwungen gefühlt haben. Der Beginn der Kontrollen war die Folge, um Verstößen gegen das Übernachtungsverbot auf dem Parkplatz entgegenzutreten.

Das daraus resultierende Problem, welches den Erhalt der Parkplatzes gefährdet, ist hingegen folgendes. Durch die fehlenden Einnahmen der Übernachtungen kann sich die Gemeinde Wisch den Parkplatz nicht mehr leisten.

Die Bürgermeisterin von Wisch, Verena Sapia, erläutert das Problem: Der Parkplatz ist für uns eine mega Belastung, weil wir immer jemanden runterschicken müssen. Doch zukünftig können wir das wohl nicht mehr, ohne dass die Bürger entscheiden müssen, ob sie bereit wären, das doppelte an Grundsteuer zu bezahlen. Auch wenn es sich nicht um eine endgültige Entscheidung handelt und die Bürgermeistern ebenfalls deutlich gemacht hat, dass der Erhalt des Parkplatzes in jedem Fall das erstrebte Ziel ist, sollte man diese Entwicklung dennoch mit Sorge weiterhin beobachten.