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In den großen Fußstapfen Gollitos – Deivis Paternina im Interview

Optimale Trainingsbedingungen und jede Menge Talente auf dem Wasser – aber keiner schaut zu. Wir sprachen mit einem der besten Nachwuchsfreestyler über die Startschwierigkeiten in dem kriselnden Paradies El Yaque.

Spiegelglattes Wasser samt Badewannentemperatur, konstanter Wind und einige der erfolgreichsten Freestyler der Welt als Trainingspartner: Der 23-jährige Deivis Paternina Teran hat auf den ersten Blick die besten Voraussetzungen, Profiwindsurfer zu werden. Doch dass nicht alles Gold ist, was glänzt, weiß der „Mini-Gollito“ nur zu gut. Auf der Isla Margarita bleibt nämlich seit einigen Jahren der Tourismus fern, was die Aufmerksamkeit der Windsurfindustrie schwinden lässt. Die Schattenseiten der leeren Spots sind somit wirtschaftliche Missstände und zusammenbrechende Verkehrsanbindungen in das Karibik-Paradies. Welche diversen Hürden es trotz idealer Traininsgbedingungen in Venezuela auf dem Weg nach oben gibt, verrät Deivis Paternina im WINDSURFERS-Interview.

Du bist an einem der besten Spots der Welt aufgewachsen, wo zusätzlich einige Top-PWA-Fahrer herkommen. Würdest du sagen, als Freestyler ist der Karrierestart in Venezuela einfach? Oder ist eher das Gegenteil der Fall, da viele Marken einen kaum im Blick haben?
Nichts im Leben ist einfach – alles bringt seine eigenen Herausforderungen und viel Arbeit mit sich. Es stimmt, dass El Yaque einer der besten Spots ist, aber genauso stimmt es, dass wir hier momentan schwere Zeiten durchleben. Viele Windsurffirmen finden in Venezuela einfach keinen Markt mehr. Deshalb verbringen wir ja auch mehr als ein halbes Jahr drüben in Europa. Das ermöglicht es uns, die Aufmerksamkeit von Sponsoren zu wecken und ihren Anforderungen gerecht zu werden.

In den großen Fußstapfen Gollitos – Deivis Paternina im Interview
In den großen Fußstapfen Gollitos – Deivis Paternina im Interview

Mit zwölf Jahren bist du zum ersten Mal aufs Brett gestiegen: Wie kam es dazu? Und haben dir Gollito und Co. in der Anfangszeit unter die Arme gegriffen, ähnlich erfolgreich zu werden?
Ja genau, ich startete mit zwölf. Schon damals war es eine Wahnsinnsshow, Gollito, Diony Guadagnino, Ricardo Campello, Yoli de Brendt oder Cheo Diaz zuzugucken. Als ich sieh damals auf dem Wasser tricksen sah, wollte ich auch sofort Profi-Windsurfer werden.

Auch heute verstehe ich mich mit allen blendend und wir trainieren jeden einzelnen Tag gemeinsam. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass sie alle an mich glauben. An dieser Stelle auch noch mal ein großes Dankeschön an Leo Estredo, Gollitos Bruder. Er leitete damals eine Windsurfschule und mein Vater sprach ihn eines Tages an, ob er mir nicht etwas beibringen könnte. Ich arbeitete dann für Leo, kümmerte mich um das ganz Equipment sowie das Lager. Dafür bekam ich als Bezahlung ein paar Unterrichtsstunden. Später arbeitete ich dann mit Yoli de Brendt für die Planet Allsports School. Sie half mir besonders, als es mit dem Windsurfen ernster wurde.

In der Anfangszeit konnte ich es mir auch überhaupt nicht leisten, zu internationalen Wettbewerben zu fahren. Aber Gollito war damals so freundlich, mir die Reisen zu finanzieren. Heute bin ich meinen Sponsoren, Planet Allsports und den vielen Leuten, die mir in der Anfangszeit halfen, sehr dankbar.


In den großen Fußstapfen Gollitos – Deivis Paternina im Interview

Finanzierst du dein Leben inzwischen durchs Windsurfen?
Ich würde eher sagen: Ich lebe fürs Windsurfen. Aber ich habe auch noch einen anderen Job. Mit meiner Schwester betreibe ich einen Obst- und Gemüseladen. Sie kümmert sich um das Geschäft während ich mich auf das Training fokussiere. Aber wenn ich Zeit habe, helfe ich soviel ich kann. Allerdings verbringe ich die meiste Zeit auf dem Wasser, da wir hier ja ständig Wind haben (lacht).



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