Lennart Neubauer im Interview„Ja, ich möchte Wave-Weltmeister werden“
Mit seinem vierten Platz auf Teneriffa hat Lennart Neubauer die etablierte Riege im Waveriding gehörig aufgemischt. PWA-Pressechef Chris Yates hatte Lennart Neubauer an der Strippe und sprach mit ihm über seinen Erfolg auf Fuerte, seinen Durchbruch in der Wave-Disziplin und seinen Traum, Wave-Weltmeister zu werden.
von Sven BlockLennart Neubauer hat mit 22 Jahren bereits einen Freestyle-Weltmeistertitel in der Tasche und führt derzeit, kurz vor dem entscheidenden Event, der Ende des Monats auf Sylt stattfinden wird, die Freestyle-Weltrangliste erneut an. Der Grieche mit deutschen Wurzeln machte zuletzt auch in der Wave-Disziplin immense Fortschritte. Im August überraschte er mit einem hervorragenden vierten Platz auf Teneriffa - ein Ergebnis, mit dem zu diesen Zeitpunkt kaum jemand gerechnet hatte. Chris Yates hat sich mit Lennart Neubauer zum Interview getroffen, um mit ihm über seinen Sieg auf Fuerte und seine weiteren Ambitionen im Waveriding zu sprechen.
Chris Yates: Glückwunsch zum tollen Sieg auf Fuerte und zum vierten Platz auf Teneriffa - wie war der Sommer insgesamt für dich?
Lennart Neubauer: Insgesamt fühlte sich dieser Sommer wie ein echter Durchbruch an. Nicht so sehr im Freestyle, sondern vor allem in der Wave-Disziplin. Natürlich war der Sieg auf Fuerte ein tolles Gefühl, aber der unvergesslichste Moment war definitiv der vierte Platz auf Teneriffa.
Außerdem habe ich die gesamte Reise auf die Kanaren so gut wie verletzungsfrei überstanden - ganz anders als im Jahr zuvor, als ich wegen einer Knöchelverletzung nicht auf Teneriffa antreten konnte. Ehrlich gesagt hätte dieser Sommer nicht besser laufen können.
Chris Yates: Glückwunsch zum tollen Sieg auf Fuerte und zum vierten Platz auf Teneriffa - wie war der Sommer insgesamt für dich?
Lennart Neubauer: Insgesamt fühlte sich dieser Sommer wie ein echter Durchbruch an. Nicht so sehr im Freestyle, sondern vor allem in der Wave-Disziplin. Natürlich war der Sieg auf Fuerte ein tolles Gefühl, aber der unvergesslichste Moment war definitiv der vierte Platz auf Teneriffa.
Außerdem habe ich die gesamte Reise auf die Kanaren so gut wie verletzungsfrei überstanden - ganz anders als im Jahr zuvor, als ich wegen einer Knöchelverletzung nicht auf Teneriffa antreten konnte. Ehrlich gesagt hätte dieser Sommer nicht besser laufen können.



Du hast mittlerweile eine beeindruckende Bilanz auf der Freestyle-Tour - du hast vier der letzten fünf Events gewonnen. Wie zufrieden bist du?
Es ist sehr befriedigend, vier der letzten fünf Events zu gewinnen. Ich habe wirklich das Gefühl, meinen Flow gefunden zu haben und zu wissen, was für mich im Wettkampf funktioniert.
Was mir dabei sehr geholfen hat: Ich nehme nicht mehr alles so ernst und setze mich nicht zu sehr unter Druck, was das Ergebnis angeht. Am Ende des Tages: Wen interessiert es wirklich, ob ich gewinne oder verliere? Ich bin dabei, weil es mir Spaß macht und ich die Herausforderung suche, aber auch, um der Welt zu zeigen, was für einen coolen Sport wir betreiben. Besonders den Kids weltweit möchte ich zeigen, dass es mehr gibt als nur Fußball und Basketball.
Aus Zuschauersicht gehörten die Bedingungen während der Finals auf Fuerte zu den besten, die wir je bei einem Wettkampf erlebt haben - wie war es für dich als Fahrer, unter diesen Bedingungen anzutreten?
Die Bedingungen waren absoluter Wahnsinn. Mit Abstand die besten, die ich je auf Fuerteventura erlebt habe, und womöglich sogar einige der besten meiner gesamten PWA-Karriere. Es war ehrlich gesagt wie in einem Skatepark.
Ich habe den ganzen Tag vom Apartment aus zugeschaut und konnte es kaum erwarten, aufs Wasser zu gehen und die Double Elimination zu fahren. Es war ein toller Zweikampf mit Yentel (Caers, Anm. d. Red.), und auch der Heat, den er zuvor gegen Balz (Müller, Anm. d. Red.), bestritten hatte, war unglaublich. Ich habe mir ihren gesamten Heat tatsächlich vom Strand aus angesehen, bevor ich selbst an der Reihe war.
Es war ein unvergessliches Erlebnis, und diese Bedingungen haben uns wirklich ermöglicht zu zeigen, was Freestyle ausmacht. Ich glaube, das war eine sehr gute Sache für den Sport.
Es ist sehr befriedigend, vier der letzten fünf Events zu gewinnen. Ich habe wirklich das Gefühl, meinen Flow gefunden zu haben und zu wissen, was für mich im Wettkampf funktioniert.
Was mir dabei sehr geholfen hat: Ich nehme nicht mehr alles so ernst und setze mich nicht zu sehr unter Druck, was das Ergebnis angeht. Am Ende des Tages: Wen interessiert es wirklich, ob ich gewinne oder verliere? Ich bin dabei, weil es mir Spaß macht und ich die Herausforderung suche, aber auch, um der Welt zu zeigen, was für einen coolen Sport wir betreiben. Besonders den Kids weltweit möchte ich zeigen, dass es mehr gibt als nur Fußball und Basketball.
Aus Zuschauersicht gehörten die Bedingungen während der Finals auf Fuerte zu den besten, die wir je bei einem Wettkampf erlebt haben - wie war es für dich als Fahrer, unter diesen Bedingungen anzutreten?
Die Bedingungen waren absoluter Wahnsinn. Mit Abstand die besten, die ich je auf Fuerteventura erlebt habe, und womöglich sogar einige der besten meiner gesamten PWA-Karriere. Es war ehrlich gesagt wie in einem Skatepark.
Ich habe den ganzen Tag vom Apartment aus zugeschaut und konnte es kaum erwarten, aufs Wasser zu gehen und die Double Elimination zu fahren. Es war ein toller Zweikampf mit Yentel (Caers, Anm. d. Red.), und auch der Heat, den er zuvor gegen Balz (Müller, Anm. d. Red.), bestritten hatte, war unglaublich. Ich habe mir ihren gesamten Heat tatsächlich vom Strand aus angesehen, bevor ich selbst an der Reihe war.
Es war ein unvergessliches Erlebnis, und diese Bedingungen haben uns wirklich ermöglicht zu zeigen, was Freestyle ausmacht. Ich glaube, das war eine sehr gute Sache für den Sport.



Was treibt dich an, den Sport weiterzuentwickeln?
Wir sehen, dass neue Manöver auf der Tour sehr gut bewertet werden, und das motiviert mich enorm, immer weiter an mir zu arbeiten. Einen neuen Trick richtig zu lernen und ihn dann im Wettkampf zeigen zu können - das begeistert mich wirklich.
Es hält den Sport auch spannend; man sieht nicht immer wieder das Gleiche. Stell dir vor, jeder Fahrer würde jedes Jahr nur einen einzigen neuen Trick zeigen - die gesamte Tour sähe von Jahr zu Jahr völlig anders aus. Ich glaube, der Sport bewegt sich in die richtige Richtung.
Vor dem Event auf Fuerteventura hast du einen Shifty into Forward gestanden; Du hast vorhin zugegeben, dass du vor dem Rausgehen Angst hattest. Wie überwindest du persönlich diese Grenzen, und hast du Tipps für Freizeitsurfer, die ihre Komfortzone verlassen wollen?
Ich glaube, Angst ist dazu da, uns zu schützen. Früher wären wir ohne Angst wohl schnell einem Löwen, einer riesigen Welle oder einem schweren Sturz zum Opfer gefallen. Angst soll uns also helfen - auch wenn sie nicht immer zwingend notwendig ist.
Ich versuche, sie als Signal meines Gehirns zu betrachten, vorsichtig und voll bei der Sache zu sein. Diese Angst verschwindet nie ganz. Was sich mit der Zeit geändert hat, ist, dass ich ein viel besseres Gefühl für mein Material bekommen habe und somit mehr Kontrolle besitze. Selbst wenn ich etwas Neues wie den Shifty Forward versuche: Ich habe schon so viele Shiftys und Forwards gemacht, dass ich genau weiß, an welchemPunkt der Bewegung ich mich gerade befinde.
Dennoch ist Angst ein ständiger Begleiter, wenn ich Neues ausprobiere oder bei extremen Bedingungen aufs Wasser gehe. Es geht darum, mit ihr umzugehen, sich nicht von ihr beherrschen zu lassen, sondern dieses Kribbeln im Bauch positiv zu nutzen.
Wir sehen, dass neue Manöver auf der Tour sehr gut bewertet werden, und das motiviert mich enorm, immer weiter an mir zu arbeiten. Einen neuen Trick richtig zu lernen und ihn dann im Wettkampf zeigen zu können - das begeistert mich wirklich.
Es hält den Sport auch spannend; man sieht nicht immer wieder das Gleiche. Stell dir vor, jeder Fahrer würde jedes Jahr nur einen einzigen neuen Trick zeigen - die gesamte Tour sähe von Jahr zu Jahr völlig anders aus. Ich glaube, der Sport bewegt sich in die richtige Richtung.
Vor dem Event auf Fuerteventura hast du einen Shifty into Forward gestanden; Du hast vorhin zugegeben, dass du vor dem Rausgehen Angst hattest. Wie überwindest du persönlich diese Grenzen, und hast du Tipps für Freizeitsurfer, die ihre Komfortzone verlassen wollen?
Ich glaube, Angst ist dazu da, uns zu schützen. Früher wären wir ohne Angst wohl schnell einem Löwen, einer riesigen Welle oder einem schweren Sturz zum Opfer gefallen. Angst soll uns also helfen - auch wenn sie nicht immer zwingend notwendig ist.
Ich versuche, sie als Signal meines Gehirns zu betrachten, vorsichtig und voll bei der Sache zu sein. Diese Angst verschwindet nie ganz. Was sich mit der Zeit geändert hat, ist, dass ich ein viel besseres Gefühl für mein Material bekommen habe und somit mehr Kontrolle besitze. Selbst wenn ich etwas Neues wie den Shifty Forward versuche: Ich habe schon so viele Shiftys und Forwards gemacht, dass ich genau weiß, an welchemPunkt der Bewegung ich mich gerade befinde.
Dennoch ist Angst ein ständiger Begleiter, wenn ich Neues ausprobiere oder bei extremen Bedingungen aufs Wasser gehe. Es geht darum, mit ihr umzugehen, sich nicht von ihr beherrschen zu lassen, sondern dieses Kribbeln im Bauch positiv zu nutzen.





























































