MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?

MB-BoardsShaperevolution oder Schnapsidee?

Echte Produktneuheiten sind im Windsurfsport selten geworden. Nachdem das Foil-Surfen seinen Hype genießt, tauchen plötzlich Boards in Form einer Erdnuss in den Medien auf. WINDSURFERS nimmt die neuartigen Ideen der Schweizer-Shaper unter die Lupe und stellt kritische Fragen.

von Fabian Grundmann
Das Grundprinzip von Windsurfboards ist seit Jahrzehnten in etwa gleich geblieben. Das meiste Volumen der Boards befindet sich in der Mitte, Bug und Heck laufen mehr oder weniger schmal zusammen, Finne unterm Heck, Mastschiene mitten im Deck eingelassen. Dass diese Idee der Surfboardform nicht längst schon einmal ernsthaft hinterfragt wurde, scheint angesichts der Neuschöpfungen einiger Schweizer längst überfällig zu sein, zumal andere Boardsportarten, wie z.B. das Snowboarden viele Ähnlichkeiten mit Windsurfen haben.

Hinter MB-Boards stehen die Schweizer Mathias Bavaud und Benoit Clement. Beide sind leidenschaftliche und sehr gute Windsurfer. Die Kombination aus MathiasĀ' Know-How in Composite-Konstruktionen und den Marketing- und Designkenntnissen von Benoit schafft die Grundlagen für das Windsurf-Startup. Nicht zuletzt der Weltcup-Trickser Balz "Radiculo" Müller ist eines der Gesichter, mit denen die Marke assoziiert wird, da er kürzlich von seinem BoardsponsorPATRIK zu MB wechselte.
MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?
MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?
MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?
Mit Blick auf die moderne Website von MB-Boards wird klar, dass die Macher eine große Portion Motivation mitbringen, um ihre Ideen umzusetzen. Mit den Schlagwörtern "Passion - Respect - Quality - Services" sollen nicht nur die Kunden und Teamfahrer angesprochen werden. Vielmehr möchten die Macher auch ökologische Ideen umsetzen und asiatische Massenproduktionen vermeiden, da die Boards als Custommade an den Kunden angepasst und in der Schweiz gefertigt werden.

Die Idee für die "Natural Drive Outline" (NDO) stammt eigentlich aus dem Schneesport. Skier und Snowboards haben eine ähnliche Entwicklung wie Windsurfboards durchgemacht: Von lang und schmal, zu kurz und agil. Nur die äußere Form ist bisher noch recht unterschiedlich. Selbstbewusst fragen die Jungs von MB-Boards: "Weare going to bring the change. Are you ready for the change?" Ob eine echte Shaperevolution zu erwarten ist, werden die nächsten Jahre zeigen. Zu oft sind schon vermeindlich gute Idee im Sande verlaufen, haben sich entweder nie oder erst einige Jahre später durchgesetzt. Um alle Endkunden und die konkurrierenden Industrieunternehmen zu überzeugen, müssen die Peanut-Shapes" von MB-Boards sich sicherlich noch kritischen Tests unterziehen. WINDSURFERS hatte die Möglichkeit den Machern und Teamfahrer Balz Müller ein paar Fragen zu stellen, um bereits ein paar Ansichten zu den Fahreigenschaften zu bekommen.
MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?
MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?
MB-Boards - Shaperevolution oder Schnapsidee?
Mathias, Benoit und Balz. Danke, dass Ihr euch kurz die Zeit nehmt, um uns ein paar Fragen zu beantworten.
Mathias, eure Shapes sind an die Formen von Ski und Snowboard angelehnt. Worin liegen die Gemeinsamkeiten, damit die Form auf Windsurfboards übertragen werden kann?

Mathias: Wenn man mit Snowboard oder Skiern im Schnee richtig carved, kann man im Turn durch richtige Beinarbeit aus der Kurve heraus beschleunigen. Man drückt sich sozusagen aus dem Turn heraus. Wir möchten diesen Effekt auf Windsurfboards übertragen. Die bisherigen Ergebnisse unserer Tests sind wirklich überzeugend!

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