Der WINDSURFERS Jahresrückblick 2018 Teil II: Neun Titel & umstrittene Autotunes

Neun Titel & umstrittene AutotunesDer WINDSURFERS Jahresrückblick 2018 Teil II

von Lars Niggemeyer
November: Tägliche Speedrekorde von Gunnar Asmussen und Andy Laufer
Der Speedkanal vor Lüderitz ist berühmt und berüchtigt. Der extra ausgebaggerte Kanal im Süden von Namibia garantiert jährlich spektakuläre Crashs und vor allem neue Rekorde. Dieses Jahr gab es ein Battle der deutschen Pfundskerle Andy Laufer und Gunnar Asmussen. Christian Bornemann fuhr im Jahr 2015 solide 50,20 Knoten und sicherte sich für drei Jahre den deutschen Speedrekord. Andy Laufer und Gunnar Asmussen sind dieses Jahr mit dem Ziel nach Lüderitz gekommen den seit drei Jahren bestehenden Rekord zu knacken. So viel sei gesagt, beide haben es geschafft. Der Konsul Laufer flog sozusagen auf Stand-by und nur wenn die Vorhersage passte nach Lüderitz. Die 25-stündige Reise wurde bereits am ersten Tag entlohnt. Andy schmetterte mit 51,32 Knoten über die 500 Meter und holte sich am ersten Tag den neuen Deutschen Rekord. Gunnar war zu diesem Zeitpunkt von einem Hexenschuss geplagt und musste kurz pausieren, aber nach einer ordentlichen Portion Heilmittelchen sattelte er wieder auf, um erneut durch den Kanal zu feuern. Am darauffolgenden Dienstag pulverte der Flensburger mit einer Geschwindigkeit durch den Kanal, die ausgereicht hätte, um in einer Siebziger Zone den Führerschein zu verlieren. Das ganze ist aber eher einem Eintrag ins goldene Buch der Stadt Flensburg würdig als einem Eintrag aufs Punktekonto. Der neue deutsche Speedrekord geht mit 51,79 Knoten nach Flensburg.
Der WINDSURFERS Jahresrückblick 2018 Teil II: Neun Titel & umstrittene Autotunes
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Dezember: Frithjof Blaasch gewinnt den Video-Wettbewerb
WINDSURFERS hat dieses Jahr zusammen mit Panasonic einen Video-Wettbewerb durchgeführt und Preise im Wert von über 5000 ausgeschüttet. Das Redaktionsteam hat sich für die Bewertung der zahlreichen Einsendungen die Hilfe von Vollprofi Florian Gebbert von bsp Media, Valentin Böckler für Panasonic, sowie die eines Nicht-Windsurfers gesichert. Die Videos wurden bei einem kühlen Getränk mit Punkten auf einer Skala von 1 bis 10 gejudged. Bei einer Einsendung wurde recht schnell von allen Jury-Mitgliedern eine Ein-Punkt-Wertung vorgenommen, bei dem Rest der Videos fiel die Bewertung deutlich schwerer. Es war alles dabei: Reine Action-Klopper, Clips hinter denen enorme Kreativität steckt, eine Surf-Doku, ein Beitrag, der zeigt, wie man sich spontan nur mit einem 3D-Drucker eine Finne bastelt, ein Rap-Musikvideo und so weiter. Es wurde viel analysiert und diskutiert und am Ende des Abends konnte jeder Judge mit dem Ergebnis leben: Friedel Blaasch gewinnt den Wettbewerb mit seinem grimmigen Wintersurf-Clip mit Leon Jamaer. Die Top-10 findet ihr hier.

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Dezember: Cruisen kompletter Müll oder jetzt schon ein Klassiker?
Für reichlich Diskussionsstoff sorgte Mario Kümpel Anfang Dezember, als er sein Lied Cruisen herausbrachte. Gerade bei jungen Leuten scheint Mario beliebt zu sein: Er betreibt einen Youtube Kanal mit dem Namen Surferzyzz, wobei der Name eine Anlehnung an den 2011 gestorbenen Bodybuilder Zyzz sein soll. Mittlerweile zählt der Kanal 2500 Abonnenten. Die ältere Riege der Windsurfwelt reagierte erschüttert, was denn sowas soll und ja, es sind auch Beleidigungen durchs Internet geflogen. Autotune Refrain mit Ohrwurm-Garantie ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber Mario hat auf sich aufmerksam gemacht, ohne sich dabei zu sehr von anderen Meinungen oder bestehenden Strukturen leiten zu lassen. Er hat etwas eigenes kreiert und offensichtlich ne Menge Arbeit reingesteckt. Wer also unbegründet, subjektiv und persönlich gegen Mario wettert, hat sicherlich Lust auch mal ein Lied über's Windsurfen zu schreiben. Ein Guns n' Roses- Abklatsch oder vielleicht eine Slipknot-Nachvertonung wären sicherlich auch interessant. Rapmusik im Windsurfen ist selten, aber nicht ungewöhnlich. Der Italiener Mattia Pedrani brachte Mitte der 2000er gleich zwei komplette Alben heraus Windsurfing Hustler 1 und Windsurfing Hustler 2. In diesem Sinne Der Druckpunkt passt, Digga Boom Boom Tschak.

Wir wünschen allen einen guten Rutsch und eine fantastische Surf-Saison 2019!

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