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Kiri Thode - Abseits vom Rampenlicht

Kiri Thode scheut die Öffentlichkeit wie die Fledermaus das Licht. Warum? Tilo Eber begibt sich auf Spurensuche.

Mit nur 22 Jahren ist Kiri Thode bereits ein alter Hase im Freestyle Zirkus. Der Mann aus Bonaire surft aktuell seine zehnte Saison auf der PWA-Tour und hält sich seit inzwischen fünf Jahren konstant in den Top Drei des Overall Freestyle Rankings. Nach seiner Halbfinalniederlage auf Fuerteventura gegen Gollito Estredo, der wohl umstrittensten und heftigst diskutierten Entscheidung der laufenden Saison, traf ich mich mit Kiri zum Gespräch an der Hotelbar. Notitzblock oder Laptop blieben dabei im Rucksack. Denn mag Kiri auch die Abgebrühtheit in Person sein, sobald er die grüne Heat-Flagge sieht - so ist er nicht unbedingt der Erzählfreudigste, konfrontiert man ihn mit dem Wort Interview. Wie ungern er im medialen Mittelpunkt steht, zeigt allein schon die Tatsache, dass der amtierende Vize-Weltmeister nicht einmal eine eigene Homepage besitzt. Ihn aufgrund seiner kleinen Öffentlichkeits-Phobie schüchtern zu nennen, wäre dennoch falsch, denn wer ein Gespräch mit Kiri sucht, erhält offene und ehrliche Antworten.

Kiri Thode - Abseits vom Rampenlicht
Kiri Thode - Abseits vom Rampenlicht

Als wir über seine Familie sprechen, kommt er von sich aus auf Probleme mit seinem Vater zu sprechen, der sich vor der Verantwortung des Vater-Seins drückte, kurz bevor Kiri geboren wurde, und von dem er sich nun distanziert. Eine umso wichtigere Rolle in seinem Leben spielt dagegen die Beziehung zum Rest der Familie, vor allem zu seiner Mutter. Ich fange an zu verstehen, warum Mutter Thode ihren einzigen Sohn letztes Jahr nach dem Worldcup Bonaire am Flughafen mit Tränen in den Augen verabschiedete, obwohl dieser nur für 5 Tage auf die Nachbarinsel Aruba flog. Und, warum er auf Reisen so sehr die Nähe zu seinen Cousins Tonky und Taty Frans sowie Björn Saragoza sucht. In Kiris gewohntem Umfeld auf Bonaire wird Zusammenhalt groß geschrieben, das scheint auf einer kleinen Insel in der Karibik nicht anders zu sein als in einem kleinen Dorf in Deutschland.


Kiri Thode - Abseits vom Rampenlicht

An Kirsis Heimatverbundenheit scheint weder sein sportlicher Erfolg, noch die vielen Reisen zu exotischen Orten der Welt etwas geändert zu haben. Am liebsten würde er das ganze Jahr einfach auf Bonaire bleiben, wo er alles hat, was er braucht: die perfekte Freestyle-Spielwiese in der Lac Bay, seine Familie, seine Freundin und – endlich erwähnt Kiri an dieser Stelle etwas, das mehr dem Bad-Boy-Image des Goldketten tragenden und Hiphop liebenden Kiri Thode entspricht – seine motorisierten Spielzeuge: ein Quad-Bike, ein fetter Pick-Up, ein aufgemotzter Scooter und ein PS-starkes Motorrad. Kiri liebt schnelle Untersätze, den Wheelie auf seinen Zweirädern beherrscht er genauso gut, wie den Kabikuchi auf dem Surfbrett.



Alle Bilder (15):
Im September wird er sich auf Sylt dem deutschen Publikum präsentieren.
...auch wenn er schon viel Grund zum Jubeln hatte.
Der Weltmeister-Titel ist Kiris großer Traum...
Mit 22 schaut er schon auf eine 10-jährige Karriere zurück.
Schon mit 12 ist er die ersten PWA-Events gefahren.
... und hält sich immer in der Nähe seines Clans auf.
Kiri ist ein Familienmensch...
Besonders bei weniger Wind scheint Kiri fast unschlagbar.
Seit 2008 fährt er unter den Top 3 im Worldcup.
Das tut er mit Erfolg!
... z.B. um an den internationalen PWA-Events teilzunehmen.
Seine Heimat verlässt er eigentlich nur, wenn er muss...
Der 22-Jährige lebt seit seiner Geburt auf Bonaire.
Im Gegensatz zu seinen Cousins Tonky und Taty Frans gibt er sich eher zurückhaltend.
Kiri beherrscht jeden Freestyle-Trick in Perfektion.


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